Hannover mit "Glaube und Hoffnung" gegen St. Pauli
Zwar wartet Hannover 96 seit drei Partien auf einen Sieg. Dennoch reisen die Niedersachsen mit neuem Selbstvertrauen zum Duell gegen Spitzenreiter FC St. Pauli am Sonntag (13.30 Uhr). Punkte sind im Abstiegskampf auch dringend nötig.
"Sehr leidenschaftlich reagiert"
Auch wenn der letzte Erfolg in der Liga schon wieder über einen Monat her ist, so treten die Roten mit breiter Brust bei den Kiezkickern an. Grund ist das 2:2 vom vergangenen Wochenende zu Hause gegen den SV Darmstadt 98. "Ich habe in dem Spiel sehr viele Elemente gesehen, wie ich mir den Fußball vorstelle", lobte Trainer Christoph Dabrowski auf der Pressekonferenz am Freitag. Sein Team habe gegen die Hessen "sehr leidenschaftlich reagiert und mit einer großen Energie gespielt". Dieser Auftritt gebe ihm "den Glauben und die Hoffnung, dass wir jetzt auch ans Millerntor fahren und auch dort ein gutes Spiel abliefern werden und auch punkten".
Und die Punkte sind auch nötig: Nur zwei Zähler liegen die 96er vor dem Abstiegs-Relegationsplatz, nachdem zuletzt auch gegen Dynamo Dresden (0:0) und den 1. FC Heidenheim (1:3) kein Sieg gelingen konnte. Und das soll nun beim Tabellenführer gelingen, der jedoch in den vergangenen Wochen eine Formdelle hatte. Fünf Partien waren die Hamburger sieglos, holten nur drei Punkte und rutschten zwischendurch sogar vom ersten Tabellenplatz. "Natürlich ist es immer schwer, wenn man so lange da oben steht und gejagter ist, das immer wieder zu bestätigen. In den letzten Wochen haben sie sich das eine oder andere Ergebnis sicher anders vorgestellt", meinte Dabrowski. Doch am vergangenen Wochenende gab es den lang ersehnten Erfolg: ein 3:2 beim SSV Jahn Regensburg. "Aber nochmal, wir haben absolut den Glauben und auch den Willen, nach Hamburg zu fahren, und zu punkten", schob der Coach nach.
Zuletzt zwei Eigentore
Damit am Sonntag bei der Heimfahrt aber auch mindestens ein Punkt im Gepäck ist, sollte kein Eigentor fallen. Denn das war in Heidenheim und auch gegen Darmstadt der Fall. Jeweils lag Hannover dadurch mit 0:1 hinten. "Es war nicht auf der Agenda der Trainingsschwerpunkte bisher, dass wir Eigentore trainieren, das muss ich dazu sagen", sagte Dabrowski mit einem Lachen. "Wenn man das letzte Spiel anschaut, das erste Tor war maximal unglücklich. Der Ball wird am ersten Pfosten verlängert und 'Stolle' hatte dann einfach wenig Reaktionszeit. Daher mache ich ihm da auch gar keinen Vorwurf. Auch das Eigentor in Heidenheim war maximal unglücklich. Am Ende brauchen wir eine hohe Aufmerksamkeit und Bereitschaft, die Aktionen vorher zu klären."