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Hannover tritt auf der Stelle: "Haut uns nicht um“

IMAGO / Joachim Sielski

Hannover 96 tritt auf der Jagd nach einer Platzierung im Vorderfeld der Tabelle. Nach einem Zwischenspurt mit zwei Siegen in Folge müssen die Niedersachsen nach der ernüchternden 1:2-Heimpleite gegen Kellerkind SV Sandhausen den Blick eher nach unten richten statt nach oben schielen zu können.

Nur drei Punkte Vorsprung auf Abstiegszone

Als herben Dämpfer mochte im 96-Lager die zweite Niederlage allerdings niemand. "Die nächsten 24 Stunden werden sicher frustrierend, aber das haut uns nicht um“, meinte der immer noch erfolglose Stürmer Lucas Hinterseer auf der Vereins-Homepage trotzig. Auch sein Abwehrkollege Julian Börner demonstrierte Selbstsicherheit: "Das wird uns nicht von unserem Weg abbringen.“

Vom zuvor eingeschlagenen Pfad in die obere Tabellenhälfte ist das Team von Trainer Jan Zimmermann gleichwohl vorerst abgekommen. Der Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsplatz ist mit fünf Punkten größer als der Vorsprung zur Abstiegszone, von der Hannover nur drei Zähler trennen.

Ihre Zuversicht zogen die Hausherren aus dem lange erneut durchaus überzeugenden Auftritt gegen Sandhausen. "Es geht in solchen Spielen immer auch darum, geduldig und konzentriert zu spielen. Das haben wir dann nach einer Stunde nicht mehr gut gemacht. Da sind die Jungs ein bisschen unruhig geworden“, monierte Zimmermann den Bruch im Spiel seiner Mannschaft vor dem entscheidenden Doppelschlag der Gäste und letztlich wertlosen Anschlusstreffer durch Dominik Kaisers erstes Saisontor (82.): "Trotzdem war die Reaktion der Mannschaft wirklich gut, und ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen.“

Hinterseer: "Wollen uns in Nürnberg wieder belohnen“

Hinterseer sah sich durch den Rückhalt der Fans, die den auch noch nach dem verhängnisvollen Fehler von Schlussmann Ron-Robert Zieler vor Sandhausens zweitem Treffer hinter den Hausherren standen, ebenfalls gestärkt. Nach dem Rückstand sei es zwar "eklig“ geworden, "aber man hat auch an der Reaktion der Zuschauer gesehen, dass wir alles probiert haben“, meinte der Österreicher und schlussfolgerte: "Das wurde nicht belohnt.“

Der Neuzugang war ebenso wie Börner schnell auf Wiedergutmachung schon am Samstag im Traditionsduell beim 1. FC Nürnberg eingestellt. "Da“, sagte Hinterseer, "wollen wir wieder guten Fußball spielen und uns dann auch wieder belohnen.“ Börner richtete den Blick ebenfalls bereits auf die Reise zum Altmeister an die Noris: "Da geht es weiter.“