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Hansa als Favorit an der Lohmühle: "Damit müssen wir umgehen"

© IMAGO / Jan Huebner

Das Stadion an der Lohmühle ist Hansa-Verteidiger Ryan Malone bestens bekannt. Nun kehrt der Innenverteidiger mit den Rostockern an die alte Wirkungsstätte zurück – um die 1. Runde des DFB-Pokals auszutragen. Auf die Fans vom VfB Lübeck freut sich der US-Amerikaner sehr, doch am Ende soll sich selbstverständlich die Kogge durchsetzen. Das ist natürlich auch der Wunsch von Jens Härtel.

"Ich feier mich jedes Mal"

"Ich bin immer noch freundlich mit den Jungs in Lübeck", lächelt Ryan Malone fröhlich in die Kamera, als er nach seinen alten Kontakten an der Lohmühle gefragt wurde. Mit dem Drittliga-Aufstieg des VfB begann das Märchen des US-Amerikaners, der aktuell aus der Startelf der Rostocker nicht mehr wegzudenken ist. Auch an alter Wirkungsstätte wird es daher wieder auf die Abwehrqualität des 29-Jährigen einkommen, die er zuletzt glanzvoll gegen den Hamburger SV zeigte – inklusive eines denkwürdigen Blocks. Aber das spielt für den verschmitzten Malone nur eine untergeordnete Rolle: "Ich feier mich jedes Mal, wenn ich einen guten Block habe."

Das Los beim VfB Lübeck hat dem US-Amerikaner gefallen, dem Übungsleiter weniger. Jens Härtel erinnerte sich an die Ergebnisse der Rostocker Aufstiegssaison – eine 0:1-Niederlage an der Lohmühle und ein 1:1-Remis am letzten Spieltag, das für den Aufstieg nötig war. Auch am Samstag (15:30 Uhr) rechnet der Fußballlehrer mit reichlich Gegenwehr. "Lübeck wird zuhause vor ausverkauftem Haus zeigen wollen, dass sie auch nach vorne spielen können. Deswegen erwarte ich keine Mannschaft, die sich nur hinten einigeln wird", so der Coach, der sich sicher war, dass ein guter Viertligist allemal für eine Überraschung sorgen könne.

Quintett bleibt fraglich

Daher wird Härtel die Partie mit der nötigen Seriösität angehen wollen. Zumal die Rostocker ausnahmweise die Favoritenrolle einnehmen wird, die in den vergangenen Jahren eher seltener an die Kogge ging. Unbekannt ist den Ostseestädtern die Situation aber nicht. "Im Landespokal waren wir immer Favorit. Für uns ist das jetzt ein Schritt in die alte Rolle. Damit müssen wir natürlich umgehen", erinnert Härtel an die Drittliga-Zeiten. Nun will sich Rostock wieder im nationalen Pokal durchsetzen. "Der DFB-Pokal, das haben wir letztes Jahr gesehen, hat Spaß gemacht. Da hast du emotionale Momente, die du nur im Pokal hast. Da willst du gerne lange dabei sein", fügt Härtel an.

Das Personal für den Pokalauftritt hält sich der Coach noch offen. Neuzugang Lukas Hinterseer ist wohl noch kein Kandidat für die Startelf, dort wird John Verhoek erneut die Chance bekommen. "Im Idealfall wünschen wir uns natürlich, dass John trifft. Aber das A und O ist, dass wir eine Runde weiterkommen", sagt Härtel – und unterstreicht, wie wertvoll Verhoek in den ersten zwei Spielen der neuen Saison auch ohne eigenen Treffer für die Mannschaft war. Neu im Lazarett waren Frederic Ananou (Muskelfaserriss), Nico Neidhart (Blessur) und Lukas Fröde, im Aufbautraining wiederum Sebastien Thill und Lucas Scherff. Für die meisten Kandidaten kommt die Pokalpartie in Lübeck noch zu früh.