Hansa zu harmlos: "War gut, bis sich der KSC darauf eingestellt hatte"

Für den F.C. Hansa Rostock war im Auswärtsspiel beim Karlsruher SC nichts zu holen. Begünstigt wurde die Partie durch Kleinigkeiten, die der Kogge an diesem Tag durchgegangen sind. Die Saison bleibt somit ergebnistechnisch eine Berg- und Talfahrt.

"Brauchen nicht drumherum reden"

Neun Punkte standen vor dem Spieltag bereits auf dem Konto der Hansa-Kogge - und daran würde sich auch nach dem Auftritt beim KSC nichts mehr ändern, das war den Beteiligten in Karlsruhe schnell klar. "Wir brauchen nicht drumherum reden, dass es ein verdienter Sieg für den KSC war", erklärte Hansa-Coach Jens Härtel nach Abpfiff. Zwar hatten die Rostocker in der Anfangsphase durchaus mitgespielt, doch nach dem ersten Gegentreffer durch Philip Heise (18.) war es eine einseitige Partie. "Mit dem Tor hat sich das Spiel verändert", so Härtel.

Hansa veränderte den Matchplan, rückte weiter heraus. Aber Karlsruhe hielt dagegen und machte kurz vor der Pause noch die zweite Bude (40.). Obwohl auch die Kogge "die ein oder andere Möglichkeit" verbuchte, kam nichts Zählbares für Rostock herum. Die klareren Chancen, so auch Härtel, oblagen dem KSC. Obwohl Rostock auch dieses Mal beim besagten zweiten Gegentor mithalf: "Das war ein einfacher Fehler im Aufbauspiel."

Tendenz zur Entwicklung erkennbar

Der ungefährdete Sieg der Karlsruher wurde somit auch durch die Harmlosigkeit - und die Unaufmerksamkeit in der 40. Spielminute - begünstigt. In der Kabine stellte Härtel zwar noch um und brachte drei frische Kräfte, doch am Endergebnis drehte das nicht mehr viel. "Die Anfangsphase der zweiten Hälfte war gut, bis sich der KSC wieder auf uns eingestellt hatte. Da hätten sie auch das dritte Tor machen können", wollte Härtel nichts schönreden. Doch der Übungsleiter hielt dagegen: "Mit dem Anschluss wäre es vielleicht nochmal ein anderes Spiel geworden."

Doch davon war an diesem Samstagnachmittag nichts zu sehen. Mit drei Siegen und drei Niederlagen hat Rostock nun eine Achterbahnfahrt zum Saisonstart hinter sich gebracht. Ein zarter Aufwärtstrend in der Entwicklung der Hansa-Kogge ist dennoch zu erkennen - im Vergleich zum Vorjahr konnten sich die Ostseestädter bereits um zwei Punkte nach sechs Spielen steigern. Zumal die Rostocker durchaus auf ein knackiges Auftaktprogramm zurückschauen können, denn vier von sechs bisherigen Gegnern stehen in der Tableau nun vor dem Tabellen-Achten. Auch die Niederlage gegen Karlsruhe wird die Härtel-Elf daher wegstecken können.

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