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Hansa "mit weinenden Augen" gegen Hannover 96

IMAGO / Fotostand

Nach etwas weniger als vier Wochen Winterpause startet der F.C. Hansa Rostock am Freitag (18.30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen Hannover 96 in das neue Jahr. Trotz einer Niederlage und zwei ausgefallenen Testspielen im Trainingslager geht die Kogge mit einem guten Gefühl in die restliche Saison.

Erstes Geisterspiel seit Mai

Die Vorbereitung im Winter-Trainingslager in Belek verlief alles andere als nach Plan für die Norddeutschen. Erst musste das Testspiel gegen Drittligist Waldhof Mannheim wegen Corona abgesagt werden, dann fiel auch das Duell gegen den Türkei-Klub Samsunspor wegen heftiger Regenfälle aus. Damit konnte Trainer Jens Härtel mit seinem Team nur gegen Drittligist TSV 1860 München testen und verlor auch noch mit 1:3. "Es war uns bewusst, dass wir an dem Tag nicht über 90 Minuten frisch sein werden", sagte Härtel am Mittwoch auf der virtuellen Pressekonferenz. "Aber es geht darum, gegen Hannover bei 100 Prozent zu sein."

Und dieses Gefühl hätte der 52-Jährige in dieser Woche. Die Mannschaft habe einen frischen, fokussieren Eindruck gemacht. "Aber wir können viel erzählen und einen guten Eindruck haben. Abgerechnet wird nach dem Spiel am Freitag." Ärgerlich sei es, dass das Ostsee-Stadion leer bleiben wird. "Wir werden ein bisschen weinende Augen haben." Doch dieses Erlebnis ist wahrlich nicht neu, bereits in der abgelaufenen Saison musste die Kogge mit nur wenigen Ausnahmen auf seine Anhänger verzichten. Es wurden dennoch genug Heimsiege für den Aufstieg geholt, auch enge, emotionale Spiele gedreht. "Die Erfahrungen können wir positiv mit in das Spiel einfließen lassen. Wir wissen, dass wir nicht immer die Zuschauer brauchen", so Härtel vor dem ersten Heim-Geisterspiel seit Mai vergangenen Jahres.

Vorn und hinten mit Potential

Damit es wie schon im Hinspiel (3:0) einen Erfolg gibt, müsse sein Team "effektiv sein", die "Situationen nutzen". Beim 2:2 gegen den Karlsruher SC zum Jahresausklang habe Hansa zum Ärger des Coaches "klarste Möglichkeiten" weggelassen. Auch in der Rückwärtsbewegung gegen den Ball müsse man hinten stabiler stehen. "Es ist eine Verantwortung für alle, defensiv mitzuarbeiten. Wir müssen konsequenter sein." Es gäbe Phasen, "in denen wir denken, der andere macht das schon. Das nutzt der Gegner aus, dann bekommst du einfache Gegentore".

Bei den Roten, die mit Christoph Dabrowski seit drei Spielen einen neuen Trainer haben, warnte Härtel mit Sebastian Kerk vor einem guten Standard-Schützen. "Mit Franke und Börner haben sie zwei richtig kopfballstarke Spieler. Vorn mit Teuchert, Maina brutales Tempo."