• Facebook
  • Twitter

Hansa zu Gast beim KSC: Keine Lust auf erneutes Lehrgeld

© IMAGO / Picture Point

Durch die Siege der Konkurrenz steht der F.C. Hansa Rostock nur noch zwei Punkte vor dem Abstiegs-Relegationsplatz. Umso wichtiger wäre ein Punktgewinn der Kogge beim Karlsruher SC am Sonntag (13.30 Uhr). Woraus Trainer Jens Härtel Mut für das Duell bei den Badenern zieht und wie er mit dem Ausfall von Top-Stürmer John Verhoek umgeht.

"Das kostet extrem viel Energie"

Das Verlangen nach ein paar Tagen Pause und Rückzug ist bei Jens Härtel groß. Deshalb geht es für den 52-Jährigen nach dem Spiel in Karlsruhe in den Skiurlaub. Einfach mal abschalten, nicht viel mit Fußball zu tun haben. "Es war ein sehr intensives Jahr, es wird Zeit für eine Pause", meinte er. In der ersten Hälfte des Jahres hätten er und seine Mannschaft im Aufstiegsrennen der 3. Liga "permanent unter Druck" gestanden. Nun sei es "extrem schwer", Woche für Woche die nötigen Punkte in der 2. Liga zu holen. "Das kostet extrem viel Energie. Die Sommerpause war auch nicht so üppig."

Sicherlich würde das berühmte Aufladen der Akkus besser vonstatten gehen und die Erholung effizienter sein, wenn am Sonntag mindestens ein Punkt geholt wird. Dass der KSC eine harte und vor allem abgezockt Nuss ist, merkte der Aufsteiger gleich zu Saisonbeginn gegen die Badener. Schlecht war die Leistung der Kogge nicht, dennoch gab es eine 1:3-Heimpleite. "Lehrgeld" habe sein Team damals gezahlt. Das soll sich nicht wiederholen. "Wir haben das Spiel gegen den KSC noch gut in Erinnerung. Die Art und Weise bei denen hat sich kaum verändert, auch das Personal ist fast das gleiche."

Verhoek fällt aus

Ein Nachteil für die Kogge: Mit John Verhoek (zehn Tore) fällt der beste Stürmer wegen einer Gelbsperre aus. Ihn könnten Streli Mamba, Pascal Breier oder auch Ridge Munsy ersetzen. Wer die Nase vorn hat, wollte Härtel nicht verraten. Den Ausfall des Niederländers vergessen zu machen, wird jedoch eine große Herausforderung. In den vergangenen beiden Jahren hätten die Norddeutschen aber immer gute Erfahrungen damit gemacht, dass Spieler in die Presche gesprungen seien. "Es haben Jungs Top-Leistung gebracht, denen es nicht zugetraut wurde."

Nach zuletzt zwei Punkten aus vier Partien ist der KSC der Favorit. Doch Hansa habe "zuletzt ordentliche Spiele abgeliefert", machte Härtel Mut. So hätten die Heimspiele gegen den FC Ingolstadt (1:1) und Erzgebirge Aue (1:2) gewonnen werden müssen. Auch bei der 0:3-Niederlage gegen den Hamburger SV sei die Leistung besser gewesen als noch auf St. Pauli oder bei Werder Bremen. Wichtig sei, es den Karlsruhern beim Toreschießen nicht so einfach zu machen wie zuletzt dem HSV. Die Fehler wurden angesprochen – "jetzt müssen wir die Dinge umsetzen". Für einen entspannten Winterurlaub.