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Hauptsponsor und Namensgeber weg: Hamburgs finanzielle Folgen

© imago images / Jan Huebner

Nur einen Tag nach dem sportlichen GAU folgt für den Hamburger SV die finanzielle Bedrohung. Hauptsponsor "Emirates" steigt bei den Elbstädtern aus, ähnlich handhabt es auch Stadion-Namensgeber Klaus-Michael Kühne. Für den Spieleretat der kommenden Saison bedeutet das wohl eine Senkung um sieben Millionen Euro.

Kein Verbleib in 2. Liga

Das Aus von Ausrüster "Adidas" beim Hamburger SV war bereits vor der verpassten Relegation am letzten Spieltag bekannt, nun steigen die beiden größten Sponsoren ebenfalls aus. Wie die "Bild" berichtet ist Klaus-Michael Kühne nicht mehr zur Unterstützung bereit, bis zum Ende dieser Saison hielt der 83-Jährige die Namensrechte am Volksparkstadion. Dafür zahlte der Investor seit 2015 rund vier Millionen Euro pro Saison.

Daneben wird künftig auch "Emirates" beim HSV aussteigen. Die Fluggesellschaft aus Dubai zierte seit 14 Jahren die Trikotbrust der Elbstädter und hatte ihren Vertrag erst 2019 um drei Jahre verlängert – allerdings mit einer Ausstiegsklausel, sollte der Klub 2020 nicht aufsteigen. Davon machte "Emirates" nun Gebrauch, wenngleich die HSV-Verantwortlichen noch einmal mit dem Sponsor sprechen wollen. Immerhin geht es bei dem Deal um 1,4 Millionen Euro.

Kühne erwägt Komplett-Ausstieg

Beide Sponsoren hätten bei einem Aufstieg weitergemacht. Nun soll der Spieler-Etat für die kommende Saison nach Informationen des Blattes drastisch sinken. Statt 30 Millionen Euro sollen der Sportlichen Leitung des HSV dann nur noch 23 Millionen zur Verfügung stehen – im Vergleich: Aufsteiger Bielefeld plant in der Bundesliga mit einem Etat von 25 Millionen Euro. Die finanzielle Lage hängt letztlich aber noch von Faktoren ab, die noch nicht abzusehen sind. Investor Kühne soll beispielsweise planen, komplett beim HSV auszusteigen und seine Anteile in Höhe von 20,57 Prozent zu verkaufen.