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Hecking und der HSV: Findet Boldt den gemeinsamen Nenner?

© imago images / Jan Huebner

Mit dem Aus von Hauptsponsor "Emirates" und Stadion-Namensgeber Klaus-Michael Kühne fehlen dem Hamburger SV rund 5,5 Millionen Euro im Vergleich zur laufenden Saison. Finanzielle Mittel, die Cheftrainer Dieter Hecking für die Verstärkung seiner Mannschaft gerne gehabt hätte – denn der erfahrene Coach soll bleiben.

Boldt will Konstanz

Heute läuft der Vertrag von Dieter Hecking beim Hamburger SV aus. Grundsätzlich ist aber eine langfristige Zusammenarbeit zwischen den Parteien von vornherein angedacht gewesen. Der 55-Jährige unterschrieb zwar nur einen Ein-Jahres-Vertrag im letzten Sommer, doch die Option auf ein weiteres Jahr beim Aufstieg hätte automatisch gegriffen. Mit diesem Vertragswerk strebte Sportvorstand Jonas Boldt eine gewisse Konstanz auf der Trainerposition an, die in den vergangenen Jahren mehr für Spott, als für Erfolg gesorgt hat.

An diesem Plan will Boldt jetzt festhalten, obwohl Hecking die Chance auf den Aufstieg am letzten Spieltag leichtfertig mit seinem Team verspielte. Wie der "NDR" berichtet, soll der Vertrag mit dem Coach unabhängig vom Saisonende aber verlängert werden, um Konstanz zu bekommen. Ein neuer Trainer würde schließlich zum dritten Mal in Folge einen Neuaufbau in der 2. Bundesliga wagen.

Hecking fordert "gewisse Voraussetzungen"

Hecking betonte schon im Januar, dass er den Weg des HSV ligaunabhängig auch in Zukunft begleiten wolle. Dafür solle es aber "gewisse Voraussetzungen auch in meinem Sinne" geben. "Das ist ja keine Einbahnstraße", verweist der 55-Jährige darauf, dass ihm eine Perspektive geboten werden sollte. Vor seinem Engagement bei den Hamburgern hatte Hecking zuletzt vier Bundesligisten trainiert. Gerade die finanziellen Mittel für eine Kaderverstärkung werden in der kommenden Saison aber eingeschränkt: Der Spieleretat soll um sieben Millionen Euro gekürzt werden. Ob die Parteien zusammenfinden, ist daher noch ungewiss.