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Heidenheim besteht Härtetest gegen spielstarke Pfälzer

Das tabellarische Spitzenspiel am zehnten Spieltag der Saison endete zwischen dem 1. FC Heidenheim und dem 1. FC Kaiserslautern 1:1 (0:0) Unentschieden. Damit hatten beide Serien auch noch nach Spielende Bestand. Der 1. FCH blieb zu Hause weiter unbesiegbar und der FCK wartet weiterhin auf den ersten Auswärtsdreier der Saison. Diesem waren die Pfälzer am Freitagabend jedoch ziemlich nahe, als Joker Amin Younes die Gäste in der Schlussphase in Führung brachte. Diese hatte aber nicht lange Bestand. Kapitän Marc Schnatterer sorgte nur zwei Minuten danach mit einem sehenswerten Schlenzer für den nicht unverdienten Ausgleich.

Ineffiziente Gäste

Dass der 1. FC Kaiserslautern individuell stärker besetzt ist, war allen Experten klar. Und diese Dominanz übertrugen sie früh aufs Spielfeld. Nach nicht einmal einer halben Stunde Spielzeit hätten die roten Teufel mindestens zwei Tore auf dem Konto stehen haben müssen. Doch sie schafften es nicht den Ball an Kevin Kraus beziehungsweise Jan Zimmermann vorbei zu bekommen. So scheiterte Alexander Ring am FCH-Innenverteidiger, der als einziger vor dem leeren Tor zu finden war. Und auch FCK-Kapitän Srdjan Lakic war nicht erfolgreich. Seine Farben mit einem Kopfball aus sechs Metern in Front zu bringen, war eigentlich nur reine Formsache, aber Zimmermann zeigte auf der Linie eine starke Reaktion und sicherte seinem Team das 0:0 zur Pause, in welcher sich die Hausherren von den stark spielenden Gästen erholen konnten und Frank Schmidt sich auf die stark pressenden Gäste einstellen konnte.

Durch Kampf ins Spiel gefunden

Dass der FCK zu Spielbeginn die spielbestimmende Mannschaft war, musste auch Schmidt feststellen, doch zeigte er sich mit der Reaktion seiner Mannschaft zufrieden. „Dann haben wir uns ins Spiel gearbeitet, haben gefightet und haben Lust bekommen gegen Kaiserslautern alles zu tun, um ein Erfolgserlebnis zu haben“, befand Schmidt. Gegen Ende des ersten Spielabschnitts bekamen die Hausherren die Gäste besser in den Griff und ließen hinten nichts mehr zu. Auch die zweite Halbzeit wurde offener gestaltet. Man gestattete dem Gegner zwar wieder einige Möglichkeiten, aber keine davon war so zwingend und klar wie die aus der ersten Halbzeit. Auch fiel das Tor in einer Phase des Spiels, wo nicht viel darauf hingedeutet hat. „Wir verlieren auf links unnötiger Weise den Ball und dann steht es 0:1“, so Schmidt nach dem Spiel. Zudem war Joker Younes im Heidenheimer Strafraum von drei Gegnern umstellt, aber hatte dennoch die Technik und die Ruhe, um den Führungstreffer zu erzielen.

Ohne Glaube kein Comeback

„Wenn du keinen Glauben hast, wenn du kein Herz hast und wirklich bis zum Schluss dran glaubst, dann kommst du bei so einem Spiel nicht mehr zurück“, analysierte Schmidt den Grundstein für den Ausgleich. Nach einer starken Balleroberung bediente der eingewechselte Manuel Janzer Kapitän Schnatterer, der sich aus 16 Metern nicht lange bitten ließ und sehenswert zum 1:1 vollendete. Damit war auch Schmidt besänftigt, der seinem Team Respekt vor der Leistung zollte, die „aufopferungsvoll gegen ein stärkeres Team gekämpft hat“. Und am Ende geht die Punkteteilung auch in Ordnung und beide Teams können sich auf die anstehenden Aufgaben vorbereiten. Die Lauterer erwarten am kommenden Spieltag Fortuna Düsseldorf, während für den starken Aufsteiger aus Heidenheim beim Auswärtsspiel gegen den FC Ingolstadt der nächste, schwere Brocken wartet.

FOTO:  FU Sportfotografie