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Heidenheim mit großen Kraftreserven zum Punktgewinn

Beim Aufsteiger-Duell zwischen dem 1.FC Heidenheim und dem SV Darmstadt 98 waren beide Teams nah an einem Sieg dran und dann doch wieder irgendwie nicht. Das 1:1 (1:1) scheint deshalb ein gerechtes Ergebnis zu sein, da auf beiden Seiten zahlreiche Chancen vorhanden waren. Die einzigen Torschützen waren Dominik Stroh-Engel, der die Gäste früh in Führung brachte, und Smail Morabit, der noch vor der Halbzeit für die Hausherren den Ausgleichtreffer erzielen konnte.

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Ruhe und Glaube an die eigenen Stärken

Für die Heidenheimer war das Heimspiel gegen die Darmstädter das dritte Spiel innerhalb von nur sieben Tagen. Nach den beiden Auswärtsspielen in Ingolstadt und im DFB-Pokal gegen den VfL Wolfsburg, welche beide verloren wurden, blieb den Heidenheimern nur wenig Zeit für die Regeneration. Doch Frank Schmidt wollte dies gar nicht als Ausrede gelten lassen. „Die englische Woche mit der Fahrt nach Wolfsburg war für uns nicht einfach, aber wir wollten das von Anfang an nicht als Alibi nehmen“, so Schmidt. Der frühe Rückstand gegen Darmstadt war dann so auch nicht eingeplant. Denn es gibt deutlich angenehmere Aufgaben, als gegen die defensiv so kompakt stehenden Lilien einem Rückstand hinterherzulaufen. Erstaunlich, dass die Heidenheimer die Kraft und noch die Ruhe hatten diesen frühen Rückstand schnell wegzustecken. Mit einer Selbstverständlichkeit, die für einen Aufsteiger nicht unbedingt selbstverständlich ist, agiert das Team von Schmidt. Immer mit dem Glauben daran, dass man sich selbst Chancen herausspielen würde und um diese dann bestmöglich zu nutzen. „Es spricht für die Mannschaft, dass wir nach einem frühen Rückstand und gegen eine so starke Defensive, so schnell zurückkommen und dann noch weitere Chancen herausarbeiten“, sagte Jan Zimmermann, der gegen seine alten Mannschaftskollegen eine fehlerfreie Leistung zeigte.

Chancenverwertung mangelhaft

Beinahe hätte es für die Hausherren noch zum Sieg gereicht, Chancen waren genügend vorhanden. In Halbzeit eins hätte Florian Niederlechner bereits früh ausgleichen können, aber er scheiterte im eins gegen eins an Christian Mathenia. Der Ausgleichstreffer war dann Smail Morabit vorbehalten, der eine Unkonzentriertheit in der SVD-Defensive eiskalt ausnutzte. In Halbzeit zwei bekam Niederlechner den Ball erneut auf dem Silbertablett serviert. An seinem Abschluss mit links kam Mathenia diesmal nicht heran, zum Bedauern der Heimfans strich der Ball aber auch knapp am Pfosten vorbei. Auch für die beiden eingewechselten Spieler, Robert Leipertz und Patrick Mayer eröffneten sich gute Chancen. Leipertz´ Abschluss strich nur um haaresbreite am Pfosten vorbei. Und bei Mayers Versuch warf sich Mathenia konsequent in den Schuss.

„Zuhause unbesiegbar“ bleibt bestehen

Zwar blieben die Heidenheimer nunmehr im fünften Spiel in Folge ohne einen Dreier, aber überzeugten wieder in der heimischen Arena und bleiben dort weiterhin unbesiegt. Zwar sah Schmidt „ein bis zwei klarere Chancen für sein Team“ und hätte es in Ordnung gefunden, wenn das Spiel mit 2:1 ausgegangen wäre. Am Ende jedoch konnte er sich mit dem Remis arrangieren, da auch die Darmstädter eine starke Leistung ablieferten und sich diesen Punkt verdient erkämpft haben. „Wir nehmen zumindest einen Punkt mit und wie es unsere Fans gesungen haben ´zuhause unbesiegbar`, das bleibt bestehen“, so Schmidt nach dem Spiel. Dieser richtete bereits in der Pressekonferenz nach dem Spiel den Fokus auf die kommende Aufgabe gegen den FC St. Pauli. „Man braucht die Woche, um jetzt ein wenig zu regenerieren und sich auf die kommende Auswärtsaufgabe vorzubereiten. Da ist richtig Druck im Kessel und wir müssen stabil auftreten, aber ich sehe uns auf einem positiven Weg.“ Bisher sind die Heidenheimer in der zweiten Bundesliga noch ohne einen Auswärtserfolg. Bei einem ähnlich konstanten Auftritt, aber eben nur mit einer besseren Verwertung der Chancen, wird dieser nicht mehr lange auf sich warten lassen und vielleicht ja schon in Hamburg Realität werden.

FOTO:  FU Sportfotografie