Heidenheim: Remis nach Frühstart

Am 8. November des vergangenen Jahres standen sich der SC Paderborn und der 1. FC Heidenheim erstmals gegenüber. Das Endergebnis damals, 1:1. Knapp ein halbes Jahr später standen sich beide Teams erneut gegenüber und wie im Hinspiel konnte auch dieses Mal nach 90 Minuten kein Sieger ermittelt werden. Chancen zu Hauf hatten beide Mannschaften, aber letztlich waren nur Robert Leipertz auf Seiten der Heidenheimer und Marvin Bakalorz für die Gäste aus Paderborn erfolgreich und sorgten damit für das identische Ergebnis aus dem Hinspiel.

Heidenheim mit Frühstart, Paderborn mit langer Anlaufzeit

Keine 100 Sekunden war die Partie alt, als der Ball bereits zum ersten Mal den Weg ins Tor fand. Der FCH verlagerte das Spielgeschehen auf die linke Seite. Dort nahm Arne Feick den Ball entgegen, machte einige Schritte und flankte an den langen Pfosten. Dort entwischte Leipertz seinem Gegenspieler im Rücken und nahm den Ball volley. Der Ball schlug flach neben dem Pfosten zum frühen 1:0 ein. Eine kalte Dusche für die Gäste, bei denen sich vor dem eigenen Auge wohl die schlimmsten Szenarien abgespielt haben dürften. Zumal die Hausherren weiterhin das Spielgeschehen scheinbar nach Belieben diktierten. Den Gästen merkte man spürbar an, dass sie unter Druck stehen. Viele einfache Ballverluste und Fehlpässe spielten dem FCH in die Karten. Diese überzeugten mit viel Ballbesitz und auch großer Ballsicherheit. Nur der finale Pass wollte nicht gelingen, um im gegnerischen Strafraum für mehr Gefahr zu sorgen. Ab der 20. Minute wechselte dann das Spielgeschehen urplötzlich. Der SCP traute sich früher zu attackieren und hielt den Ball gut in den eigenen Reihen. Besonders auffällig in dieser Phase war Süleyman Koc, der Robert Strauß immer wieder vor schwierige Aufgaben stellte. In der 21. Minute war es dann soweit, als Koc nach innen zog und zum Abschluss kam. Jan Zimmermann parierte den Ball und konnte ihn nicht ganz nach außen klären. Bakalorz hatte den richtigen Riecher und beförderte den Ball im Nachsetzen gekonnt über die Linie. Damit leitete der SCP eine regelrechte Powerplayphase ein. Einen Kopfball von Sebastian Schonlau parierte Zimmermann glänzend. Der Ball blieb einen Meter vor dem Pfosten liegen, wo wieder Bakalorz stand und den Ball scheinbar nur noch über die Linie drücken musste, aber Zimmermann war gedankenschnell bei der Sache und spitzelte den Ball im Liegen vor Bakalorz über die Torauslinie. Der anschließende Eckball sorgte wieder für große Aufregung im Strafraum. Dieses Mal setzte sich Niklas Hoheneder im Luftduell durch. Den Kopfball konnte der auf der Linie positionierte Leipertz ebenfalls mit dem Kopf gerade noch rechtzeitig an die eigene Latte ablenken (24.). Mit viel Geschick und noch mehr Glück überstanden die Heidenheimer diese Phase, in der sie von Glück sprechen konnten nicht in Rückstand geraten zu sein. Die Schwaben konnten selbst aber auch immer für Entlastungsangriffe sorgen und standen sich vor dem gegnerischen Tor meist selbst im Weg. Sowohl Marc Schnatterer, als auch Bard Finne marschierten allein auf das gegnerische Gehäuse zu, aber zögerten mit ihren Abschlüssen zu lange. „Wenn du zuhause diese zwei, drei Kontersituationen, wo wir nicht konsequent zum Abschluss kommen, musst du einfach nutzen, um vielleicht vor der Pause doch noch in Führung gehen“, so FCH-Coach Frank Schmidt zum ersten Spielabschnitt

Leistungsabfall nach der Pause

Zur Pause kam Tim Skarke für, den sehr unglücklich agierenden Finne. Und Skarke benötigte nicht lange, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Von rechts brachte er eine scharfe Flanke in die Mitte, die zum Torschuss mutierte. Doch Daniel Heuer Fernandes war hellwach und boxte den Ball aus der kurzen Ecke. Auch im Anschluss einer schönen Kombination, an dessen Ende ebenfalls ein Abschluss von Skarke stand, wurde von Heuer Fernandes entschärft (49.). Dann jedoch verflachte die Partie zusehends. Das Spielgeschehen verlagerte seinen Schwerpunkt zwischen die beiden Strafräume. Einzig nach Standards entstand so etwas wie Torgefahr. Ansonsten prägten Zweikämpfe und Ballverluste die Partie. Beiden Teams sah man ihr Bemühen an, das Spiel doch noch für sich zu entscheiden. Chancen dazu ergaben sich aber erst wieder in der Schlussphase der Partie. Nach Flanke von Strauß, köpfte Schnatterer den Ball überlegt zu Leipertz. Dem versprang der Ball bei der Annahme ein klein wenig zu weit, weshalb der Winkel aus kurzer Distanz sehr spitz wurde und so der Abschluss nur an Außennetz ging (79.). Auf der Gegenseite ermöglichte eine Unachtsamkeit im Aufbauspiel, dem SCP in Form von Bakalorz die riesen Chance zur Führung. Nach seinem Alleingang auf das Tor von Zimmermann versuchte er Bakalorz diesen mit einem Heber zu überwinden, aber Zimmermann ahnte dies und reckte die Arme blitzschnell nach oben und konnte so den Rückstand für sein Team verhindern (81.). Auch die letzte Chance gehörte dem auffälligen Bakalorz. Aber auch der Kopfball in der 90. Minute fand nicht den Weg in das Tor. Es blieb damit beim alles in allem gerechten 1:1. „Gefühlt war das so ein Spiel, wo hätte alles passieren können. Es war ein sehr intensives Spiel und unterm Strich geht der Punkt auch in Ordnung. Mit ein bisschen Glück auf der einen oder anderen Seite gewinnst du dann so ein Spiel“, so Schmidts treffendes Fazit zur Partie.

 

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