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Heidenheim verliert 1:4 im Pokal: "Wir haben auf die Fresse gekriegt"

Das Pokalabenteuer des 1. FC Heidenheim endete am Mittwochabend mit einem ernüchternden 1:4 beim SV Werder Bremen und war bereits nach 18 Minuten entschieden. Heidenheims Trainer Frank Schmidt ärgerte sich hinterher über die fehlende Präsenz seines Teams in der Anfangsphase und war froh, dass die Niederlage am Ende nicht sogar noch höher ausfiel. 

"Das war relativ schnell kein normales Spiel mehr" 

Was waren vor dem Spiel gegen den SV Werder Bremen nicht alles für Erinnerungen ausgepackt worden beim 1. FC Heidenheim. Schließlich hatte Heidenheim die Bremer schon einmal aus dem Pokal geworfen. Vor acht Jahren. Damals noch als Drittligist, aber schon mit Frank Schmidt als Trainer und Marc Schnatterer als Kapitän auf dem Feld. Nur wiederholen ließ sich die Geschichte am Mittwochabend nicht. Nach 18 Minuten führte der Bundesligist bereits nach Toren von Milot Rashica (6.), Leonardo Bittencourt (11.) und Davy Klaassen (18.) mit 3:0 und hatte die Begegnung damit frühzeitig für sich entschieden.

"Das war relativ schnell kein normales Spiel mehr. Wir wollten von Anfang an viel präsenter sein und wollten den Anfangsdruck, den wir so erwartet haben, besser verteidigen", ärgerte sich Schmidt nach Abpfiff über den Auftritt seiner Mannschaft. "Ich habe ein paar Zweikämpfe gesehen, die ganz eng waren. Diese haben wir allerdings verloren und dadurch hat es aus einer möglichen Chance bei uns hinten gebrannt." Dabei war der 45-jährige Fußballlehrer am Ende sogar noch froh, dass man nicht noch höher verloren hatte. Schmidt dachte dabei etwa an das 0:9 vom FC Southampton gegen Leicester City in der Premier League vor wenigen Tagen: "Diese Gefahr bestand heute."

Besserer Auftritt in Halbzeit zwei 

Allerdings konnte Schnatterer mit einem verwandelten Handelfmeter kurz vor der Pause (45.+1) noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, nachdem Marco Friedl zuvor den vierten Bremer Treffer erzielt hatte (41.). Zudem zeigten sich die Gäste im zweiten Spielabschnitt deutlich disziplinierter, während Bremen nicht mehr viel machen musste und insgesamt etwas Tempo rausnahm. "Wir haben in der zweiten Halbzeit dann versucht, das Spiel vernünftig zu Ende zu bringen und das Feld noch erhobenen Hauptes zu verlassen", erklärte Heidenheims Verteidiger Oliver Hüsing, der auch eine Bremer Vergangenheit besitzt, hinterher die Zielsetzung für die zweiten 45 Minuten, die so auch aufgehen sollte. Am Ende stand schließlich eine 1:4-Niederlage und das Aus in der 2. Runde des DFB-Pokals.

"Wir haben auf die Fresse gekriegt, werden aber auch wieder aufstehen", fasste Torhüter Vitus Eicher die 90 Minuten nach seinem ersten Pokalspiel noch einmal kurz  und zutreffend zusammen, verwies damit aber auch darauf, dass man sich nun auf die 2. Bundesliga konzentrieren kann. Dort geht es für Heidenheim am Samstag (13 Uhr) schließlich mit dem Spitzenspiel beim FC Erzgebirge Aue weiter.