Heidenheim wieder zu Null: Glücklicher Punkt gegen Dresden

0:0 trennten sich Heidenheim und Dresden am Samstag. Dreimal klatschte der Ball auch an das Aluminium und wäre der Ball auch nur einmal anschließend hinter die Linie gefallen, so hätte sich vielleicht ein etwas ansehnlicheres Spiel ergeben. So hatten die 13.200 Zuschauer wohl mehr mit der Kälte zu kämpfen, als sich voll fokussiert auf das Spiel konzentrieren zu können.

Alu-Pech auf beiden Seiten

Seitens der Fans herrschte große Vorfreude auf das Spiel. Die Gäste überzeugten wie immer mit einem rappelvollen Gästeblock und machten ordentlich Betrieb. Die Heidenheimer huldigten ihrem „Albstadion“ mit einer Choreo, die sich über die komplette Osttribüne erstreckte. Der „Herzschlag unserer Stadt“ war auf einem Banner zu lesen. Am Samstag jedoch schlug das Herz um einiges langsamer als gewöhnlich. Dies ist auf die 22 Akteure auf dem Platz zurückzuführen. Beide Mannschaften waren erst einmal darauf bedacht, sicher zu stehen und keine Fehler zu machen. Heidenheim versuchte durch ein offensives Pressing Dresdner Fehlpässe zu provozieren, aber diese konnte sich meist spielerisch aus den Situationen lösen. Daraufhin zogen sich die Hausherren weiter zurück, überließ den Gästen das Spielfeld, aber diese wussten mit dem vielen Ballbesitz nichts anzufangen. Urplötzlich wurde es dann doch sehr aufregend auf beiden Seiten. Dresden flankte über rechts, Kevin Müller kam heraus, aber nicht richtig an den Ball. Dieser flog am Fünfmeterraum zu Boden und insgesamt vier Spieler stocherten, aber letztendlich packte Müller zu und begrub den Ball unter sich (24.). Auf der Gegenseite hatte im direkten Gegenzug Denis Thomalla eine Idee am Strafraumrand. Von dort probierte er es mit einem sehenswerten und gefühlvollen Schuss aus der Drehung in die lange Ecke, aber der Ball klatschte nur an die Unterkante der Latte. Dann wurde es auf der anderen Seite etwas kurios. Aias Aosmans Schuss wurde leicht abgefälscht. Müller faustete das Leder nach oben weg und der Ball sprang auf die Oberkante der Latte, die Dresdner versuchten nachzusetzen, aber am Ende konnte Müller wieder zupacken. „In der ersten Halbzeit war es eine ausgeglichene Partie“, so Frank Schmidt nach dem Spiel. Mehr gibt es zum ersten Spielabschnitt auch nicht zu berichten, da sich beide Teams bis zum Halbzeitpfiff weiterhin neutralisierten.

Dynamo beherrscht das Spiel, aber belohnt sich nicht

Aus Heidenheimer Sicht wurde das Spiel nicht besser. Dynamo hatte auch im zweiten Spielabschnitt das Spielgeschehen weitestgehend im Griff. Die erste dicke Chance konnten jedoch wieder die Schwaben für sich verbuchen. John Verhoek köpfte nach einem Freistoß den Ball nur knapp neben das Tor (52.). Ab diesem Zeitpunkt war die Offensivabteilung des FCH abgemeldet. Nach einer Flanke von Marvin Stefaniak, streichelte Stefan Kutschke den Ball mit dem Kopf an den rechten Pfosten (57.). Ein Versuch von Akaki Gogia aus gut 25 Metern ging nur knapp über die Latte. „Es war nicht unsere beste Leistung, aber das lag nicht nur an uns, sondern auch an Dynamo Dresden. Sie hatten großes Selbstvertrauen und das hat man draußen gespürt“, so Schmidt über den Kontrahenten. Diese waren am heutigen Tag einfach immer einen Schritt schnell als der Gegner, sowohl gedanklich, als auch physisch. Aus einer aussichtsreichen Position im Strafraum, verpasste Kutschke mit seinem Schuss das Tor um wenige Zentimeter (73.). Eben jener Kutschke hatte auch die letzte Möglichkeit des Spiels. Wieder spielten sich die Dresdner sehr gefällig über die rechte Seite nach vorne. Kutschke setzte sich in der Mitte klug ab und nahm die flache Hereingabe direkt, aber wieder ging der Ball knapp am langen Pfosten vorbei (81.). Die SGD zeigte eine starke Partie, muss sich aber ankreiden lassen, nicht dreifach gepunktet zu haben. In Heidenheim kann man sich über den Punkt glücklich schätzen. Der FCH musste anerkennen, dass Dynamo eine äußerst starke Partie gezeigt hat und selbst blieb man in der Offensive viel zu harmlos, um einen dreifachen Punktgewinn einfahren zu können. Beide Teams haben nur wenig Zeit um sich zu regenerieren. Heidenheim ist am Mittwoch gegen den VfL Wolfsburg im DFB-Pokal gefordert. Bereits am Mittwoch trifft die SGD auf Arminia Bielefeld.

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