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Heidenheim: Zweifache Führung, einfacher Punktgewinn gegen Darmstadt

Teil zwei der englischen Woche hielt für den 1. FC Heidenheim den Absteiger aus Darmstadt bereit. Die Hessen sind stark in die Saison gestartet und gingen als Favorit in die Partie, aber auf dem Spielfeld zeigte sich dann überwiegend ein anderes Bild. Heidenheim ging zweimal in Führung. Erst durch Nikola Dovedan undspäter durch Ben Halloran, doch beide Male konnten die Lilien ausgleichen. Artur Sobiech und Aytac Sulu waren auf Seiten der Gäste erfolgreich.

Ein Tor reicht nicht

Die Hausherren starteten gut in die Partie und kamen durch Robert Glatzel zum ersten Torabschluss (5.). Insgesamt gehörte die Anfangsphase dem 1. FCH, die mit einer kompakten Dreierkette im Mittelfeld direkt vor der Abwehr die Räume für die Gäste sehr eng machten. Damit hatten die Darmstädter sichtlich Probleme. Erst nach etwa 20 Minuten konnten sie das Spielgeschehen etwas weiter in die gegnerische Hälfte verlagern und kamen durch Sobiech zur ersten Torchance, der aber nur das Außennetz zum wackeln brachte (30.). Nur wenige Zeigerumdrehungen später erkämpfte sich Timo Beermann den Ball im Mittelfeld und passte zu Marc Schnatterer, der Kapitän brachte eine maßgenaue Flanke und der nur 1,72m große Dovedan köpfte zur Führung ein (32.).  Doch wie so oft in den letzten Spielen mit Heidenheimer Beteiligung. Wenn ein Tor fällt, fällt umgehend auf der Gegenseite auch eins. So rettete Felix Platte einen scheinbar unerreichbaren Ball artistisch und setzte Sobiech perfekt in Szene, der aus zwei Metern nur noch den Fuß hinhalten musste (35.). „Es ist so ärgerlich, dass wir dann so schnell das Gegentor kassieren. Wir müssen unbedingt ablegen, dass wir in der Euphorie eines eigenen Treffers vergessen, was wichtig ist: Nämlich gut und sicher zu verteidigen“, so ein sichtlich verärgerter Frank Schmidt. Beinahe hätten die Darmstädter das Spiel auf den Kopf gestellt, doch Sulus Kopfball in der Nachspielzeit klärte Kolja Pusch auf der Linie.

Heidenheim verpasst Entscheidung

Im zweiten Spielabschnitt veränderte sich das Spielgeschehen noch weiter in die Hälfte der Gäste. Die 10.500 Zuschauer sahen ein etwas überraschend starkes Heidenheim, die die Lilien vor gehörige Probleme stellte. Nach einer Stunde belohnten sich die Hausherren. Wieder legte Schnatterer von außen vor. Doch dieses Mal fand er mit seiner flachen Hereingabe den kurz zuvor eingewechselten Halloran, der den Ball leicht touchierte und zur erneuten Führung traf. Es folgte ein regelrechtes Überrollkommando der Hausherren. Zwei Minuten nach der Führung knallte Dovedan den Ball aus der Drehung nur an die Unterkante der Latte und kurz darauf verpasste er eine Flanke von Schnatterer nur um wenige Zentimeter. Glatzel hatte gar die dreifache Chance den Deckel auf die Partie zu machen. Zweimal zögerte er zu lange und beim dritten Versuch versprang ihm der Ball bei der Annahme zu sehr, sodass er freistehend vor dem Tor die wohl beste Möglichkeit liegen ließ. Zuletzt hatte auch Norman Theuerkauf nach präziser Hereingabe von Schnatterer auch noch die Chance auf das 3:1, aber auch er traf den Ball nicht richtig und so ging der Versuch am langen Pfosten vorbei. Die Phase spielte sich von der 61. bis zur 70. Spielminute ab. „Wir konnten dann eine Chance zur Führung nutzen und hätten im Anschluss ein bis zwei Treffer nachlegen können. Das haben wir verpasst und so kam Darmstadt zurück“, so Schmidt. Denn bis zum Ausgleich in der 85. Minute war von den Gästen nichts mehr zu sehen. Sulu hatte nach einem Eckball das beste Timing und glich erneut aus. Wieder in der Nachspielzeit hätte Darmstadt das Spiel komplett drehen können, aber zuerst scheiterte Yannick Stark an Vitus Eicher mit seinem Distanzschuss und den Nachschuss konnte Platte nicht richtig verarbeiten und verfehlte das Tor nur knapp. Das Ergebnis konnte Schmidt nicht zufrieden stellen, aber mit der „Leistung – die beste der bisherigen Saison“ zeigte er sich zufrieden und blickt zuversichtlich nach vorne. Den Abschluss der englischen Woche absolviert Heidenheim bei der Auswärtspartie gegen Bielefeld. Darmstadt tritt zuhause gegen Dynamo Dresden an.