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Heidenheims Heimserie hält auch bei Dutts Premiere

Die letzten sechs Spiele in der Heidenheimer Voith-Arena brachten ständig den gleichen Sieger hervor. Nürnberg, Berlin, Kaiserslautern, Braunschweig, St. Pauli und nun zuletzt der VfL Bochum. Keines der genannten Teams konnte beim Gastauftritt in Heidenheim den Hausherren einen Punkt abknöpfen. Beim VfL stand die Premiere von Robin Dutt bevor und dessen Team bot eine sehr ansprechende Leistung. Doch Kevin Müller und John Verhoek vermiesten Dutts Bochum Premiere.

Müller bärenstark

Unter der Woche gab der VfL die Verpflichtung von Dutt bekannt und dieser gab in Heidenheim sein Debüt. Dabei standen die Vorzeichen nicht schlecht. Während die Bochumer mit einem 2:1 Erfolg über Darmstadt im Rücken nach Heidenheim kamen, enttäuschten diese beim Gastspiel in Regensburg auf ganzer Linie. Und bereits nach wenigen Minuten zappelte der Ball im Heidenheimer Tor, aber der Treffer von Lukas Hintersser wurde nach kleinem Zögern aberkannt. Das Schiedsrichtergespann entschied fälschlicherweise auf Abseits bei Vorlagengeber Kevin Stöger. Die Gäste überzeugten spielerisch, aber mussten nach zu sorgloser Verteidigung den Rückstand hinnehmen. Marc Schnatterer kratzte den Ball vor der Auslinie in die Mitte, wo Verhoek am schnellsten schaltete und aus kurzer Distanz den Ball über die Linie bugsierte (23.). Doch statt mehr Sicherheit wurden die Gäste noch stärker. Dies musste auch FCH-Trainer Frank Schmidt anerkennen. Bochum war sehr Ballsicher im ersten Durchgang – wir sind oft hinterher gelaufen“, so Schmidt. Dies spiegelte sich auch an der Chancenkreierung wieder. Zuerst verpasste Robbie Kruse den Ausgleich nur hauchdünn (30.) und beim Schuss von Sidney Sam lenkte Müller den Ball sehenswert zum Eckball ab (32.). Auch gegen Hinterseer behielt Müller die Oberhand und wehrte den Versuch aus kurzer Distanz mit dem Fuß ab (40.).

Heidenheim verpasst die Entscheidung

Nach Wiederanpfiff verlagerte sich das Spielgeschehen erst mehr in die Hälfte der Bochumer. Heidenheim präsentierte sich nun stärker, war näher am Gegner, schaltete schnell um und gewann mehr Zweikämpfe und kam folgerichtig zu einigen guten Chancen. Schnatterers Flanke mutierte zu einem gefährlichen Torschuss, den aber Manuel Riemann noch auf die Seite abwehren konnte. Im Nachsetzen geriet Verhoek zu sehr in Rückenlage und verfehlte das Tor deutlich (51.). Auch Timo Beermann und Nikola Dovedan konnten die Führung nicht weiter ausbauen (56. u. 61.). In dieser Phase „hätten wir durchaus das zweite Tor machen können“, so Schmidt. Doch statt des erlösenden Treffers musste weiter gezittert werden. Dutts Bochumer blieben im zweiten Spielabschnitt aber harmloser wie noch in Hälfte eins. Die Nachspielzeit hatte für die 10.000 Zuschauer noch einiges zu bieten. So prüfte der eingewechselte Johannes Wurtz den überragenden Müller, der auch hier seine Klasse auf der Linie zur Schau stellte und mit einer sehenswerten Flugeinlage den Ball aus dem Eck fischte. Beinahe im direkten Gegenzug sah sich Schnatterer 30 Meter vor dem Tor allein im eins gegen eins gegen Riemann, der unter vollem Einsatz den Zweikampf mit Schnatterer gewann und so das Spiel weiterhin offen halten konnte. Denn für die Gäste sollte sich tatsächlich noch eine letzte Chance ergeben. Nach einem Freistoß des ebenfalls eingewechselten Selim Gündüz, kam Jan Gyamerah am zweiten Pfosten an den Ball und probierte es aus spitzem Winkel. Müller packte auch hier sicher zu und bescherte seinem Team den sechsten Heimerfolg in Folge und sorgte für Tristesse bei Dutts Trainerpremiere in Bochum.