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Heimmacht! 1. FCH fertigt erst Nürnberg und dann Bochum ab

Was für ereignisreiche Heimspiele für den 1. FC Heidenheim im Laufe der englischen Woche. Erst schlug man den Bundesligaabsteiger aus Nürnberg mit 3:0 (2:0) und nur vier Tage später gelang gegen die bis dato ungeschlagenen Bochumer ein beeindruckender 5:0 (4:0) Erfolg. Dabei glänzte Marc Schnatterer, der seinen Vertrag vorzeitig bis 2020 verlängert hat, nicht nur als Vorbereiter, sondern auch als eiskalter Doppeltorschütze. Gegen den VfL trafen zudem noch Patrick Mayer, Florian Niederlechner und nach der Halbzeit auch Robert Leipertz.

Effektiv und abgeklärt

Zwei Dinge stachen bei den Spielen gegen Nürnberg und Bochum besonders heraus, obwohl die Spiele, bis auf die deutlichen Endergebnisse, nicht sonderlich viel gemeinsam hatten. In Sachen Effektivität konnte dem Team von Frank Schmidt keiner etwas vor machen. Gegen den Club nutzte der 1. FCH so gut wie jede Torchance. So verwundert es nicht, dass es bereits nach zehn Minuten 2:0 für das Team von der Ostalb stand. Und auch gegen den VfL Bochum fackelte man nicht lange. Mayer traf nach Vorarbeit von Schnatterer zum schnellen 1:0. Das Tempo wurde weiter hochgehalten und gegen verunsicherte Bochumer schraubten Schnatterer und Niederlechner das Ergebnis noch vor der Halbzeit in die Höhe. In der zweiten Halbzeit ließen die Hausherren es etwas lockerer angehen, aber hatten das Spiel jederzeit im Griff. Einige gute Chancen wurden vergeben und so gab es für die Heimfans nur noch ein Tor zu bejubeln. Leipertz leitete mit seinem Pass den Treffer ein, den er am Ende dann auch selbst erzielte.

Hinten zu null

„Wir haben uns in einen Rausch gespielt, haben aber vor allem gut verteidigt, was für mich der Schlüssel zum Erfolg war“, fasste Schmidt nach dem Spiel zusammen. In der Tat konnte er mit der Leistung seiner Defensivspieler zufrieden sein. Sowohl gegen Nürnberg, als auch gegen Bochum stand hinten die Null. Besonders gegen das gefährliche Sturmduo Stanislav Sestak und Simon Terodde konnte sich die Defensive auszeichnen. Die Innenverteidigung um Tim Göhlert und Kevin Kraus waren stets bei ihren Gegenspielern und verhinderten, dass diese in Ruhe einen Abschluss vorbereiten konnten. Terodde hatte stets einen Verteidiger im Rücken. Er behauptete zwar stark den Ball und kam auch noch zum Abschluss, aber unter solch einer Bedrängnis ist ein kontrollierter Abschluss einfach nicht gegeben. Somit erlebte Jan Zimmermann im FCH-Tor einen weitestgehend ruhigen Nachmittag. Und wenn dann doch ein Schuss auf sein Tor kam war er auf dem Posten.

Uninspirierte Gegner

Im Gegensatz zum 1. FC Nürnberg war der VfL Bochum etwas aktiver und spielte teils recht gefällig bis vor den gegnerischen Strafraum. Dort fehlte es letztendlich aber an der Durchschlagskraft und dem finalen Pass. Warum die Niederlage der Bochumer dann noch so deutlich ausfiel lag überwiegend an den individuellen Fehlern, die sie sich nach dem ersten Gegentor leisteten. Ob Fehlpass, Foulspiel oder schlechte Ballannahme, es war alles vorhanden, was den Hausherren durchaus gelegen kam und sie dann auch konsequent ausnutzten. „Es war Wahnsinn was heute passiert ist. Zur Halbzeit steht es 4:0, toller Fußball und es war wohl eines unserer besten Spiele, das die Fans in der Voith-Arena gesehen haben“, so Schmidt. Und auch Schmidts Gegenüber fand für das Spiel klare Worte. „Es war ein richtiges Erlebnis, das erste Mal für mich in Heidenheim. Die Stimmung im Stadion war überragend, eure Leistung muss ich so hinnehmen. Für uns in vielen Situationen einfach immer eine Nummer zu groß“, sagte Peter Neururer. Durch diesen Erfolg machten die Heidenheimer einen großen Satz nach vorne in der Tabelle und fährt nun mit breiter Brust zum kommenden Topspiel. Dieses findet am Montagabend unter Flutlicht in Leipzig statt. Auf welche Spieler Schmidt verzichten muss steht noch nicht fest, aber ein Ausfall steht definitiv fest, die Fanunterstützung, so wird die aktive Fanszene den bundesweiten Protest gegen den Mitaufsteiger unterstützen und das Spiel boykottieren.

FOTO:  FU Sportfotografie