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"Heißer Tanz an der Bremer Brücke": Kommt St. Pauli zurück in die Spur?

© IMAGO / Torsten Helmke

Das Duell der Gegensätze erwartet den FC St. Pauli am Sonntag (13:30 Uhr) an der Bremer Brücke. Während sich die Hamburger seit der Winterpause mit einer spektakulären Aufholjagd ins Mittelfeld der Tabelle spielten, ging der VfL Osnabrück den umgekehrten Weg. FCSP-Cheftrainer Timo Schultz warnte vor dem angeschlagenen Gegner, der auf den Trainerwechsel als letzten Impuls hofft – und das beinhaltet Unberechenbarkeiten.

Feldhoff nicht durchschaubar

Osnabrück sammelte erst einen Punkt in der Rückrunde, aber diesen holten die Lila-Weißen im einzigen Spiel unter Neu-Coach Markus Feldhoff am vergangenen Wochenende. Das macht die Angelegenheit am kommenden Wochenende für den FC St. Pauli nicht leichter. "Die Spielphilosophie von Markus Feldhoff kann ich anhand eines Spiels nicht bewerten", erklärte Timo Schultz angesichts der Unberechenbartkeit, die im Osnabrücker Spiel durch den neuen Impuls von der Seitenlinie vorhanden ist.

Schon das Hinspiel, damals noch unter der Leitung von Marco Grote, verlangte den Hamburgern vieles ab: "Sie haben am Limit performt, dann hat sich das Blatt gewendet." Der Auswärtssieg am Millerntor war einer der letzten Siege des VfL, seitdem folgten zwölf Niederlagen. Schultz stellte sich auf einen engen Auftritt im Abstiegskampf ein: "Jetzt haben sie frischen Wind, es wird wie gewohnt ein heißer Tanz an der Bremer Brücke. Das kann ein gutes Spiel werden."

Makienok im Training umgeknickt

Obwohl St. Pauli seinerzeit sehr dominant gegen Osnabrück auftraten, gab es die Niederlage. Das will der Kiezklub dieses Mal verhindern. Der Lauf der Hamburger wurde zuletzt unterbrochen, doch das Ziel rückt trotzdem näher: "Jeder, der die Tabelle sieht weiß, dass drei Punkte uns einen ganzen Schritt in Richtung 40 Punkte-Marke bringen." Vor allem würde St. Pauli aber auch einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf distanzieren. Dazu könnten auch Finn Ole Becker und James Lawrence hilfreich sein, deren Einsatz sich Schultz nach den jeweiligen Blessuren vorstellen kann. Schwieriger wird es bei Simon Makienok, der im Training umknickte. "Ich habe gute Hoffnung, dass es nicht ganz so schlimm ist", so Schultz.

Auch auf das Offensiv-Trio rund um Guido Burgstaller kann der FCSP-Coach wohl zurückgreifen. In der Länderspielpause nach dem kommenden Spieltag dürfen dann alle wieder frische Kräfte tanken. "Mein Akku ist voll, ich brauche die Pause nicht", gab Schultz zu, dass die Spielunterbrechung möglicherweise auch zum ungünstigen Zeitpunkt kommt. Immerhin ist der FCSP aktuell in einem Lauf. "Wir nehmen sie aber so, wie sie ist. Wir werden gut trainieren und wissen die Zeit zu nutzen", wird Schultz allerdings das Beste daraus machen. Zuvor soll es den Dreier an der Bremer Brücke geben.