• Facebook
  • Twitter

Hofmann-Wechsel zu Union vom Tisch: "Ablöse sollte realistisch sein"

© imago images / Sportfoto Rudel

90 Minuten lang saß Philipp Hofmann zum Saisonauftakt der Karlsruher auf der Bank, aber wegstreiken will sich der Top-Torjäger der Vorsaison nicht. Ein Wechsel zu Union Berlin in die Bundesliga ist zudem auch vom Tisch, wie KSC-Sportchef Oliver Kreuzer gegenüber der "dpa" berichtet. Ein Abgang ist aber nicht gänzlich ausgeschlossen.

Hofmann will nicht streiken

17 Tore schoss Philipp Hofmann in 33 Zweitliga-Einsätzen für den Karlsruher SC, damit entwickelte sich der Stürmer zur Lebensversicherung der Badener im vergangenen Jahr. In Hannover kam kein weitere Treffer hinzu, weil sich Hofmann für das Spiel nicht einsatzfähig fühlte – er saß aber auf der Bank. "Wenn ich tatsächlich gestreikt hätte, hätte ich dann auf der Bank gesessen und würde normal trainieren?", stellte sich der Stürmer im "Kicker" den Vorwürfen entgegen, die automatisch über den 27-Jährigen einprasselten.

Bekannt war nämlich auch das Interesse vom 1. FC Union Berlin aus der Bundesliga. Dorthin wird es den Angreifer aber nicht ziehen, wie KSC-Sportgeschäftsführer Oliver Kreuzer klarstellte. "Als wir am Ende beide den Hörer aufgelegt haben, war es das im Prinzip auch", berichtet der Sportchef von einem Telefonat mit Unions Oliver Ruhnert, dem Geschäftsführer. Darin wurde deutlich, dass beide Klubs in ihren Vorstellungen zu einer Ablösesumme weit auseinander lagen. "Er hat mir klar signalisiert, dass er nicht mehr kann und will."

"Habe dem KSC viel zu verdanken"

Damit ist das Thema vom Tisch – vorerst. "Ich weiß nicht, ob da noch einmal irgendwo eine Erleuchtung kommt und es eine Anfrage in einer Größenordnung gibt, wo wir sagen, wir beschäftigen uns mit dem Thema noch einmal", lässt Kreuzer ein Hintertürchen offen, denn eine ordentliche Ablösesumme für Hofmann würde den KSC-Kassen auch gut tun. Dass der Stürmer in Hannover um einen Bankplatz gebeten habe, sei zwar zunächst überraschend und enttäuschend gewesen, aber das hakte Kreuzer ab: "Vielleicht war es ein bisschen viel die letzten Tage. Er wollte es unbedingt machen."

Für Hofmann geht es nun beim KSC weiter. Und der 27-Jährige zeigt Verständnis, fordert aber auch Fairness: "Ich habe dem KSC viel zu verdanken, habe aber auch zurückgezahlt. Ohne den Klassenerhalt wäre ich ablösefrei gewesen, ich bin deshalb der Meinung, die Ablöseforderung sollte auch realistisch sein." Im Raum steht eine Forderung von fünf Millionen Euro seitens der Karlsruher. Hofmanns Vertrag läuft nur noch bis 2021.