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Holstein Kiel mit erneutem Rückschlag – und Hoffnung auf Rapp

IMAGO / Claus Bergmann

Das 0:2 im Nordduell gegen Hansa Rostock war ein weiterer Rückschlag für die KSV Holstein. Dass die Kieler dabei ganz gut mitspielten, frustete die Akteure darüber hinaus umso mehr. Besserung soll nun mit dem neuen Trainer erfolgen.

Überlegenes Team

Am Ende standen 14:7 Torschüsse für Holstein, 9:1 Ecken, eine Ballbesitzquote von 71% sowie 56% gewonnene Zweikämpfe – und eine 0:2-Niederlage. "Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht", wusste auch Marcel Benger nach dem Spiel am Mikrofon vom VereinsTV. Es habe lediglich das "Quäntchen Glück gefehlt". Exemplarisch dafür nannte er den Pfostenschuss von Lorenz, bei dem nicht viel gefehlt habe (63.). Bereits nach wenigen Sekunden hätten die Störche in Person von Alexander Mühling auf 1:0 stellen können, doch der Mittelfeldmotor vergab frei vor dem Hansa-Tor (1.).

"Wir müssen in der ersten Minuten in Führung gehen und hätten das ganze Spiel alles im Griff", ärgerte sich auch Fabian Reese nach den 90 Minuten über die Schludrigkeit vor dem gegnerischen Kasten. Stattdessen kam es wie es kommen musste: Durch einen Doppelschlag von John Verhoek (32./35.) gerieten die Kieler auf die Verliererstraße, von der sie auch nicht mehr herunterkamen. Umso bitterer, dass dieser in eine Phase fiel, "in der wir nichts haben anbrennen lassen", wie Reese analysierend befand. Auch Benger fand die Mannschaft "in den entscheidenden Situationen nicht konzentriert genug", sodass am Ende eine erneute Niederlage stand. "So bitter wie es ist: wir verlieren das Spiel in drei Minuten", hielt Reese abschließend fest.

Neuer Trainer, neues Glück?

Es war bereits die fünfte Pleite im neunten Spiel, die in der Summe einen 15. Platz ergibt. Auf einen Sieg warten die Störche nun seit vier Spielen und zuletzt gab es erstmals wieder drei Niederlagen in Folge. Klar, dass dort Selbstvertrauen fehlt. So fiel der KSV nach dem Doppelschlag auch nur noch wenig ein. "In der zweiten Halbzeit haben wir uns schwer getan Lösungen zu finden. Es kann nicht unser Anspruch sein, hier 2:0 zu verlieren", wurde Reese überdeutlich.

Änderung soll dennoch erfolgen. So wartet in der Länderspielpause Kiels neu eingestellter Chefcoach Marcel Rapp auf die angeschlagene Truppe. "Jetzt kommt erstmal der neue Trainer und wird neuen Input geben", setzt Benger Hoffnungen in den Trainer-Effekt, der den Kielern vielleicht zu neuen Höhen verhelfen könnte. Bis dahin gelte es "als Team zusammenzustehen", was auch auf jeden Fall erfolgen solle. Vielleicht reicht die Zeit, um nach der Pause gegen den Tabellenletzte aus Ingolstadt endlich mal wieder dreifach zu punkten.