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HSV bläst zur Aufholjagd: Walter erkennt keinen Rückrunden-Komplex

© IMAGO / Ulrich Hufnagel

Kein Blick zurück: Ohne Furcht vor dem Rückrunden-Fluch der vergangenen Jahre bläst der Hamburger SV zur Jagd auf die beiden Aufstiegsplätze. Zum Wiederbeginn der Saison wollen die Rothosen am Freitag bei Aufsteiger Dynamo Dresden eine Erfolgsserie starten und damit zumindest vorläufig wieder in Schlagdistanz zu den zwei Spitzenrängen kommen.

"Kann nur beeinflussen, was ich jetzt sehe“

Von den schmerzlichen Erinnerungen an die schweren Leistungseinbrüche der Hanseaten in den zweiten Saisonabschnitten der vergangenen drei Jahre und die damit verspielten Chancen auf die Rückkehr ins Oberhaus will HSV-Coach Tim Walter denn auch gar nichts wissen. "Ich kann nicht beeinflussen, was in der Vergangenheit war. Ich kann nur beeinflussen, was ich jetzt sehe“, stellte der Coach auf der virtuellen Spieltags-Pressekonferenz klar und schwor sein Team auf das einzig bedeutende Saisonziel Aufstieg ein: "Ich sehe eine Mannschaft voller Energie, voller Leidenschaft. Wir werden unseren Weg mit Mut und Bereitschaft weitergehen."

Den nächsten Schritt dabei sollen seine Spieler im ersten Punktspiel nach dem Jahreswechsel an der Elbe machen. Das unbefriedigende 1:1-Remnis im Hinspiel will Walter längst abgeschüttelt haben: "Es ist schon lange her, dass wir gegen Dresden gespielt haben, von daher hat sich seit der letzten Partie einiges getan. Wir schauen aber ohnehin auf uns, wollen unser Spiel vorantreiben. Natürlich sind wir mit einem Gedanken auch immer beim Gegner, da wir niemanden unterschätzen werden. Am Ende müssen wir aber unsere Abläufe auf den Platz bringen“, beschrieb der 46-Jährige die Erwartungen an sein Team.

Alidou trotz Eintracht-Deal ein Startelf-Kandidat

Womöglich setzt Walter in Dresden bei der Generalprobe für das Pokal-Achtelfinale am Dienstag bei Erstligist 1. FC Köln auch wieder auf den abwanderungswilligen Flügelspieler Faride Alidou. Zwar laufen im Hintergrund noch zähe Gespräche mit Bundesligist Eintracht Frankfurt über einen Kauf des 20-Jährigen noch vor einem ablösefreien Wechsel im Sommer, doch könnte der Deutsch-Togolese für die Norddeutschen auf dem Platz vorerst noch mehr Wert haben als eine Transfersumme unterhalb einer halben Million Euro. Walter jedenfalls zweifelt trotz Alidous kurzer Zwangspause in den vergangenen Tagen nicht an der Fitness des Linksfußes: "Faride hat die nötige Praxis und Wettkampfhärte.“

Eher nur als Joker kommt dagegen Bakery Jatta nach abgeklungener Corona-Infektion und anschließender Quarantäne-Aufhebung in Betracht, wie Walter andeutete: "‘Baka‘ hatte erst zwei Einheiten mit der Mannschaft, für 90 Minuten reicht es bei ihm vielleicht noch nicht."