HSV fehlt das Tor: "Waren da, wo es ungefährlich war"
Die zweite Niederlage in Folge steckt dem Hamburger SV in den Knochen, nachdem der 1. FC Heidenheim im Volksparkstadion drei Punkte entführte. Gerade im Offensivspiel ließen die Elbstädter an Kreativität und Durchschlagskraft vermissen, sodass sich besonders Trainer Dieter Hecking ärgerte.
Heckings Ärger hoch drei
Spiele unter der Woche liegen dem Hamburger SV nicht - schon die 2:0-Pleite im Derby mit dem FC St. Pauli war an einem Montag, in der Vorwoche verloren die Elbstädter freitags in Osnabrück. Gestern holte sich der 1. FC Heidenheim dann den Sieg in Hamburg. "Wir haben uns heute schwergetan. Wir waren da unterwegs, wo es torungefährlich war", sah Trainer Dieter Hecking eine Vorstellung seiner Mannschaft, die ihn nicht überzeugte. Der einfachste Lösungsansatz des Fußballlehrers: "Ich hätte mir gewünscht, auch aus der zweiten Reihe mal mehr Abschlüsse zu haben."
Dass der HSV in der Sturmspitze mal eine Flaute haben kann, das war auch im Nachhinein der Partie nicht der Punkt, über den sich Hecking ärgerte. "Wenn du vorne kein Tor machts, dann musst du eben hinten die Null stehen haben. Dann nimmst du den Punkt mit. Das haben wir nicht geschafft, deshalb ist die Niederlage ärgerlich hoch drei", war die Forderung, die der erfahrene Coach an seine Mannschaft stellte. Und die ging selbstkritisch mit sich ins Gericht.
Hunt und van Drongelen mit Kritik
"Heute war nochmal ein Zeichen, dass unsere Mannschaft noch in der Entwicklung steckt und wir weiter an uns arbeiten müssen. Es gibt weiterhin Dinge, die wir besser machen müssen", legte auch Rick van Drongelen, der selbst als 20-Jähriger bereits den Abwehrchef des Teams stellt, deshalb den Finger in die Wunde. Dabei macht der Niederländer den Appell an seine Kollegen auch an der Situation in der Liga fest: "Wir dürfen jetzt nicht so viel zu den anderen in der Tabelle schauen, sondern müssen uns auf uns konzentrieren."
Damit traf der Abwehrchef auf die Kritik von Kapitän Aaron Hunt. Der 33-Jährige kehrte gegen Heidenheim in die Startelf zurück, doch für die entscheidenden Impulse konnte er auch nicht sorgen. "Wir haben uns heute weniger Torchancen herausgespielt als sonst in unseren Heimspielen, denn Heidenheim hat es defensiv sehr gut gemacht", sah Hunt auch einen Zusammenhang mit der gegnerischen Stärke. Trotzdem: "Zwei, drei richtig gute Möglichkeiten hatten wir dennoch, die müssen wir dann nutzen." Für das "letzte Drittel" würde im Moment einfach die Leichtigkeit fehlen, stellte der Kapitän fest, und beschwört diese - nur dann kann der HSV in die Erfolgsspur zurückfinden.