HSV gefordert: "Dinge abstellen, die wir nicht so gut machen"

Seit dem Auftaktsieg in die Zweitliga-Saison wartet der Hamburger SV auf einen Erfolg. In Heidenheim (Samstag, 13:30 Uhr) soll es wieder soweit sein. Dann wird Cheftrainer Tim Walter allerdings ohne Innenverteidiger Toni Leistner antreten, der vom Verein freigestellt wurde. Davon will sich der Coach nicht ablenken lassen.

Walter über Leistner

"Natürlich kann ich es nachvollziehen, wenn ein Spieler mit seiner Rolle nicht zufrieden ist. Dennoch ist der Akteur dann Teil einer Mannschaft und muss im Training mit Elan und einer Vorbildfunktion vorangehen", erklärte HSV-Cheftrainer Tim Walter in der Spieltags-Pressekonferenz vor dem Auftritt der Elbstädter in Heidenheim. Gemeint ist mit der Ansprache natürlich Innenverteidiger Toni Leistner, der in der Vorsaison noch als Abwehrchef galt - und nun vom Verein freigestellt wurde, nachdem Leistner den HSV öffentlich kritisiert hatte.

"Ich habe von Anfang an gesagt, dass wir alle Spieler brauchen und dass ich meinem Kader vertraue, weil wir eine sehr lange Saison haben", erklärte Walter vorweg, bevor er konkret auf die Situation rund um Leistner einging: "Wenn er mit der Konstellation aber nicht zufrieden ist, dann muss man sich zusammensetzen. Ich gehe den Weg, den der Club und die Verantwortlichen eingeschlagen haben, voll mit." Dementsprechend wird der Coach auf den 31-Jährigen verzichten.

"Spiel immer modifizieren"

Alle weiteren Akteure in der HSV-Defensive können sich auf ein Duell mit Heidenheims Tim Kleindienst einstellen. "Die Heidenheimer haben für Tim Kleindienst eine stattliche Ablöse bezahlt, von daher ist der Verein auch nicht mehr so klein", so Walter. Klar ist schon jetzt, in welche Richtung das Spiel für den HSV wohl gehen wird: "Sie stehen für intensiven Fußball, viel Laufbereitschaft und viel Herzblut. Deswegen wird es ein sehr ausgeglichenes Spiel, wie immer in dieser Liga." In Heidenheim konnte der HSV im Übrigen noch nie gewinnen, generell schlägt die gemeinsame Bilanz leicht in Richtung der Brenzstädter aus.

Deswegen wird Walters Hauptaugenmerk am Sonntag auf der eigenen Leistung liegen. "Natürlich müssen wir unser Spiel immer modifizieren", kündigte der Coach an. "Die Positionen müssen schneller wieder aufgefüllt werden, um dann nicht so konteranfällig zu sein. Das haben wir ganz klar analysiert." Denn auch gegen Heidenheim erwartet Walter wieder die Umschaltmomente, bei denen sich der HSV beizeiten nicht leicht tat. Die Forderung ist eindeutig: "Das Spiel müssen wir annehmen. Darum fahren wir aber auch da hin, weil wir uns weiterentwickeln wollen. Wir wollen die Dinge, die wir momentan noch nicht so gut machen, unbedingt abstellen."

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