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HSV lernt aus Fehlern: Daran hakt es bei der Walter-Verlängerung

© IMAGO / Jan Huebner

Noch bis 2023 läuft der Vertrag von Tim Walter, dem Trainer des Hamburger SV. Der 46-Jährige und auch Sportvorstand Jonas Boldt wollen den Kontrakt gern verlängern. Doch der Klub hat aus der Vergangenheit gelernt und ist nicht mehr so großzügig, wenn es um die Ausgestaltung des Arbeitspapiers geht.

HSV muss aufs Geld achten

Der Trainerstuhl in Hamburg war in den vergangenen Jahren einer der wackeligsten in ganz Fußball-Deutschland. Durch Entlassungen – teils wurden gleich mehrere Trainer parallel bezahlt – und Abfindungszahlungen mussten die Norddeutschen tief in die Tasche greifen. Doch die finanzielle Lage ist angespannt, weshalb vor allem bei der brisanten Trainerstelle keine Risiken mehr eingegangen werden sollen. Zum Leidwesen von Tim Walter.

Dass verlängert werden soll, ist klar. Da sind sich Coach und Sportvorstand Boldt einig. Doch die Vertragsgestaltung macht die Sache etwas kompliziert. Laut "SportBild" erwartet der Aufsichtsrat, dass dem Klub im Falle des ausbleibenden Erfolgs und einer Entlassung Walters kein allzu großer finanzieller Schaden entsteht. Aktuell soll Walter mit Prämien rund eine halbe Millionen Euro erhalten. Eine üppige Aufstockung inklusive einer langen Vertragslaufzeit wird es also nicht geben. Denn der HSV will sparen, Finanz-Boss Thomas Wüstefeld möchte Sparmaßnahmen einleiten. So sollen beispielsweise 25 Prozent der Mitarbeiterstellen gekürzt werden.

Endspurt hat Vertrauen gestärkt

Nach dem erneut verpassten Aufstieg wäre es auch nicht verwunderlich gewesen, wenn die Hamburger nicht mit Walter verlängern wollen. Doch Boldt möchte keine weitere Unruhe in der kommenden Saison, wenn der Vertrag des Trainers ausläuft. Die Gerüchteküche würde brodeln. Zudem soll der Trainer mit dem starken Endspurt (vier Siege in Folge) trotz der Relegations-Niederlage gegen Hertha BSC (1:0/0:2) überzeugt und Vertrauen geschaffen haben.