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Zum Sieg gequält: Für den HSV "war es eine Sache des Willens"

© imago images / Poolfoto

Zwei statt sieben Punkten – mit dieser Bilanz im Hinterkopf ging der Hamburger SV in das schwierige Duell mit dem SV Wehen Wiesbaden, aus dem die Elbstädter letztendlich mit einem glücklichen 3:2-Sieg hervorgingen. Die Erleichterung bei Cheftrainer Dieter Hecking und der Mannschaft war groß, denn ein weiterer Ausrutscher wäre durchaus bestraft worden.

HSV arbeitet gegen Misere

Der Re-Start der 2. Bundesliga sorgte bei den Spitzenteams der Spielklasse in den ersten drei Spielen nur selten für Jubelstürme. Erst im vierten Anlauf durften beispielsweise die Profis vom Hamburger SV jubeln – und damit den Druck der letzten Wochen abschütteln. "Man konnte in mehreren Phasen des Spiels sehen, dass die Niederlage in Stuttgart noch in einigen Köpfen hing", beobachtete Sportvorstand Jonas Boldt im Duell mit dem SV Wehen Wiesbaden, dass gerade die verspielte 0:2-Führung gegen die Schwaben für Unsicherheit sorgte. Denn auch gegen die Hessen verspielte der HSV beinahe einen Vorsprung.

"Wir wussten, dass es heute mit der Enttäuschung der letzten drei Spiele, in denen wir toll gespielt, uns aber nicht belohnt haben, sehr schwer wird", arbeitete auch Cheftrainer Dieter Hecking gegen die Misere. Und das mit Erfolg: Einen Rückstand in der Anfangsphase konnte der HSV binnen weniger Minuten ausgleichen, anschließend ließen sie sich auch nicht vom zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich schocken. "Heute war es eine Sache des Willens", hielt Hecking nach der Partie fest und war am Ende "heilfroh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben".

"Heute gewinnen wir schmutzig"

Insbesondere David Kinsombi sorgte per Doppelpack für den wichtigen 3:2-Sieg im Aufstiegsrennen. Andernfalls wäre der 1. FC Heidenheim mit einem eigenen Erfolg an den Hamburgern vorbeigezogen. "Dieser Sieg gibt uns Mut", erklärte der Torschütze, der damit die Marschroute für die restlichen Partien auslegte: "Jetzt geht es ums Gewinnen. Zuletzt wurde uns vorgeworfen, dass wir in Schönheit sterben. Heute gewinnen wir das Spiel schmutzig." Das die Hamburger am Ende des Tages als glücklicher Sieger vom Platz gehen, daran gab es kaum Zweifel.

Doch Kinsombi bringt es auf den Punkt: "Am Ende nehmen wir lieber drei Punkte als schönen Fußball zu spielen." Nun hat der HSV am kommenden Montag (20:30 Uhr) mit Holstein Kiel die nächste Aufgabe vor der Brust. Ob dann Daniel Heuer Fernandes, der in der Partie gegen Wiesbaden von Julian Pollersbeck vertreten wurde, wieder in den Kasten zurückkehrt? Hecking ließ sich die Torwartfrage offen: "Daniel Heuer Fernandes hat eine Saison gespielt, die absolut in Ordnung ist. Er hatte zuletzt drei sehr schwere Spiele für die mentale Belastung eines Torhüters. Deshalb hat er heute einen freien Tag bekommen."