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"Ich liebe diese Mannschaft": Rundum zufriedene Stimmung beim HSV

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Der Hamburger SV feierte den vierten Dreier in Serie. Nach dem nicht allzu überzeugendem 3:2-Erfolg in Kiel bot die Mannschaft von Trainer Tim Walter am Samstagabend beim 2:0-Sieg über Fortuna Düsseldorf eine deutliche Leistungssteigerung.

Walter "kann im Moment reinschmeißen, wen ich will"

Das Trainerduell zwischen Walter und dessen Vorgänger Daniel Thioune, der nach seinem Abgang beim HSV als Fortunen-Coach anheuerte, ging klar an Ersteren. 18:3 Schüsse pro HSV standen nach dem Schlusspfiff auf der Habenseite. Achtmal davon platzierten die Hanseaten den Ball aufs Tor, zwei weitere Schüsse endeten am Aluminium.

"In den letzten Spielen war es zu Beginn ab und zu etwas holprig, deshalb hatten wir uns heute vorgenommen, mit Vollgas aus der Kabine zu kommen und das Stadion mitzunehmen", erklärte HSV-Kapitän Sebastian Schonlau nach der Partie. Das gelang eindrucksvoll. "Wir haben dieses Mal die Ruhe behalten, sind nicht nervös geworden und haben das Spiel hochverdient gewonnen", fügte der 28-jährige Innenverteidiger an. Gewinnen die Rothosen auch nach der Länderspielpause gegen Hannover 96, wäre ihnen etwas gelungen, was sie in ihrer Zweitliga-Historie bisher zweimal schafften: Fünf Ligasiege in Serie einzufahren. Mehr waren es noch nie.

Walter lobte bezüglich des Erfolgs über Düsseldorf die Chancenkreierung und dass seine Schützlinge "auch zum Abschluss gekommen" sind. "Das hat uns in den letzten Wochen gefehlt. Der Gegner kam dadurch auch nicht zum Umschalten." Insgesamt war es laut dem Coach "ein geschlossener Mannschaftsauftritt, auch die Spieler, die reingekommen sind, haben es super gemacht. Ich kann im Moment reinschmeißen, wen ich will, alle zeigen großen Einsatz. Deshalb großes Kompliment an alle."

Muheim kommt zu spät – und wird auf die Bank verbannt

Wer wohl zumindest zunächst noch keine Komplimente erhielt, war Miro Muheim, der sich nach eigener Aussage verspätete. "Die Konsequenz war, dass der Trainer mich aus der Startelf rausgenommen hat. Er hat mir das erklärt und ich habe es natürlich akzeptiert, es war schließlich mein Fehler", so der 24-jährige Linksverteidiger, für den Tim Leibold in die erste Elf rückte. Dieser erhielt von Muheim nach der Begegnung Lob, denn "Leibe hat es super gemacht, genau wie alle anderen Spieler. Es war ein starkes Spiel von der ganzen Mannschaft, bei dem man nie das Gefühl hatte, dass hier etwas anbrennen könnte." Auch dessen Teamkollege Jonas Meffert fand lobende Worte für die ganze Truppe: "Wir sind ein richtig gutes Team, ich liebe diese Mannschaft!"