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"Ich möchte nicht heucheln": Wollitz kokettiert mit Aue-Wechsel

Der FC Erzgebirge Aue sucht nach dem Aus von Daniel Meyer einen neuen Cheftrainer. Zuletzt fiel auch der Name von Claus-Dieter Wollitz. Der erfahrene Coach hat zurzeit noch das Sagen bei Regionalligist Cottbus, scheint von einer Tätigkeit im Erzgebirge jedoch alles andere als abgeneigt zu sein.

Wollitz fühlt sich geschmeichelt

Ein Zweitligist sucht einen neuen Übungsleiter, der Name eines erfahrenen Trainers fällt – so weit, so normal im heutigen Fußballgeschäft. Außergewöhnlich ist hingegen, wie das vermeintliche Objekt der Begierde mit den Gerüchten umgeht. Üblicherweise wird abgewiegelt, dementiert oder auf den laufenden Vertrag verwiesen. Anders in diesem Fall: Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz äußerte sich im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den VfB Auerbach offen zu einem möglichen Engagement in Aue – und machte keinen Hehl aus seinem Interesse an dem besagten Job.

"Ich hatte zu keinem Verantwortlichen in Aue Kontakt", stellte Wollitz eingangs fest. Klar sei aber auch: "Ich möchte nicht heucheln." So gab der 54-Jährige unumwunden zu: "Sollte ein Anruf kommen, würde ich mich freuen und dann Energie Cottbus in Kenntnis setzen." Aussagen, die beim Regionalligisten für Nervenflattern sorgen dürften – zu sehr prägte der Trainer die Brandenburger in den vergangenen Jahren. Wie die "Lausitzer Rundschau" berichtet, hätte Wollitz den Verein schon nach dem Drittliga-Aufstieg im Sommer 2018 verlassen können, entschied sich aus Verbundenheit jedoch für einen Verbleib.

"Dann macht man sich schon Gedanken"

Wenn Aues Präsident Helge Leonhardt also ernst machen sollte, dann dürften die Chancen für einen Wollitz-Wechsel nicht schlecht stehen. Zwar ist noch offen, inwieweit "Pele" wirklich für das Traineramt im Erzgebirge infrage kommt, überrascht wäre dieser von einem Angebot derweil nicht. "Ich habe speziell in der 2. Liga in Osnabrück und Cottbus sehr erfolgreich gearbeitet. Aue ist ein Zweitligist, der ein fantastisches Stadion sowie eine Infrastruktur aufgebaut hat."

Der Cottbus-Trainer betonte gleichzeitig, sein Engagement weiterhin voll bei Energie einbringen zu wollen. Wie lange das allerdings noch der Fall ist, schein unklarer denn je. "Wenn der eigene Name bei einem Zweitligisten fällt und es seriös ist, macht man sich schon Gedanken. Und Sie dürfen eines nicht vergessen: Mein Vertrag in Cottbus läuft 2020 aus."