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Impfpass-Fälschung: Co-Trainer Junge ebenfalls geständig

© IMAGO / Nordphoto

Ex-Werder-Coach Markus Anfang hat seine Trainerkarriere durch die Impfpass-Fälschung in der Corona-Pandemie an die Wand gefahren. Auch Co-Trainer Florian Junge war involviert, trat noch am selben Tag wie Anfang zurück. Nun zeigte sich der Assistent ebenfalls geständig.

Ermittlungen auch gegen Junge

Markus Anfang hat inzwischen die Impfpass-Fälschung eingeräumt, die ihn womöglich eine größere Trainerkarriere kosten wird. Statt des "Verwendens eines unrichtigen Gesundheitszeugnisses" geht es nun um das "Gebrauchens einer gefälschten Urkunde" – das mögliche Strafmaß reicht von einer Geldstrafe bis hin zu einer fünfjährigen Haftstrafe in schweren Fällen. Die Bremer Staatsanwaltschaft ermittelt jedoch nicht nur gegen den 47-Jährigen, sondern auch gegen dessen ehemaligen Assistenten Florian Junge. Der Co-Trainer arbeitete in Köln, Darmstadt und Bremen mit Anfang zusammen.

Baumann reagiert zurückhaltend

Mittlerweile hat auch Junge seine schwerwiegende Verfehlung zugegeben, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. Oberstaatsanwalt Frank Passade bestätigte: "Auch der Co-Trainer hat ein Geständnis verfasst und uns zukommen lassen." Bei Werder Bremen, dessen Name unzweifelhaft mit der Impfpass-Affäre in Verbindung gebracht wird, reagierte Sportchef Frank Baumann zurückhaltend: "Mein Kollege Klaus Filbry hat ja schon gesagt, dass die Akte Markus Anfang für uns geschlossen ist. Deshalb ist es für uns kein großes Thema mehr. Es ist eine persönliche Geschichte von Markus."