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Jahn Regensburg: Zwei Sechs-Punkte-Spiele sollen die Wende bringen

2:5 lautete das ernüchternde Ergebnis nach einem spektakulären DFB-Pokalspiel. Der SSV Jahn verlor gegen Heidenheim sein viertes Spiel in Folge und gewann nur eines seiner letzten sechs Ligaspiele. Trainer Achim Beierlorzer gibt sich jedoch kämpferisch vor zwei "Sechs-Punkte-Spielen".

Sechs-Punkte-Spiele sollen die Wendung bringen

Acht Niederlagen aus elf Spielen – Platz 15. Der Aufsteiger war sich der Schwierigkeit der Aufgabe, nach dem Durchmarsch in Liga 2, durchaus bewusst. Doch die drittschlechteste Chancenverwertung der Liga, brachte die Mannschaft das eine oder andere Mal um den verdienten Lohn. Das Frustrationslevel in der Mannschaft steigt, wie Beierlorzer im Interview mit dem "Kicker" verriet: "Grundsätzlich ist die Mentalität top, die Art und Weise, ein Spiel anzugehen, nämlich mit Herz und Leidenschaft. Doch derzeit wird die Frustrationstoleranz jedes Einzelnen auf eine harte Probe gestellt. Aber es gibt ja keine Alternative dazu, zuversichtlich und mutig weiterzuarbeiten."

Der Coach blickt nach vorne. Das ist auch notwendig, denn mit Fürth und Kaiserslautern kommen die Kellerkinder der Liga nach Regensburg. "Wir haben zwei Gegner, die das gleiche Ziel haben wie wir, nämlich, da unten rauszukommen. Im Fußball-Jargon spricht man da oft von Sechs-Punkte-Spielen, und das ist ja nicht völlig falsch. Natürlich wollen wir gewinnen, unbedingt." Doch auch Beierlorzer weiß, dass danach noch 21 weitere Spiele folgen: "Schauen sie sich St. Pauli in der vergangenen Saison an, die hatten an Weihnachten nur elf Punkte – und wurden am Ende Siebter."

Führungsspieler sollen vorangehen

Dennoch fordert der Trainer, dass sich die Mannschaft auch mal belohnen müsse, sonst gerät das Gesamtziel Klassenerhalt in Gefahr. "Die Spiele, in denen wir schlecht sind, verlieren wir sowieso. Wenn wir aber auch viele von jenen Spielen verlieren, in denen die Leistung absolut stimmt, dann wird es extrem eng."

Daher nimmt er seine Führungsspieler in die Pflicht, "die mit stabilen Leistungen und klaren Ansagen an die Jüngeren vorangehen müssen." Um sein Team zurück zum Erfolg zu führen, sprach Beierlorzer Anfang der Woche mit jedem einzelnen seiner 26 Spieler. Daher betont er auch, dass sein Verhältnis zur Mannschaft trotz Trainerkritik „absolut offen und geradlinig – und zwar in beide Richtungen.“ sei.