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Jahnelf startet bockstark: "Kann mir jemand sagen, was besser sein soll?"

© IMAGO / Ulrich Hufnagel

Regensburg macht es schon wieder! Zum Auftakt freut sich die Jahnelf über zwei Siege ohne Gegentor und die Tabellenführung in der 2. Bundesliga. Schon vor einem Jahr startete die Elf von Mersad Selimbegovic mit der gleichen Statistik in die Saison. Entsprechend demütig geht der Übungsleiter mit der Situation um.

"Vielleicht ein Tick zu hoch"

Vor einem Jahr startete der SSV Jahn Regensburg gegen Darmstadt (2:0) und Sandhausen (3:0) mit denselben Ergebnissen, die das Team von Mersad Selimbegovic jetzt wieder holten. Zuerst wurden die Lilien wieder mit zwei Toren geschlagen, dann Arminia Bielefeld mit drei Treffern. Die Bielefelder Alm kam nicht "zur Entfaltung", wie der Jahn-Coach zufrieden feststellte. "Es war ein Hin und Her und zum richtigen Zeitpunkt machen wir das 1:0 durch ein wunderschönes Tor von Benedikt Gimber", so der Fußballlehrer. Zum zweiten Mal in Folge schwingt sich die Jahnelf zum frühen Tabellenführer der Spielklasse auf.

Der Sieg bei den Ostwestfalen gilt dabei als hart erarbeitet. "In der zweiten Halbzeit weißt du, dass Bielefeld kommen wird und sie sind gekommen. Da gab es ein paar brenzlige Situationen, wo etwas mehr hätte passieren können", gab Selimbegovic zu Bedenken. Seine Mannschaft befreite sich aus der Druckphase – und traf ins Bielefelder Mark. "Genauso wie beim ersten Tor haben zum richtigen Zeitpunkt einen guten Konter ausgespielt und das 2:0 gemacht", fand der Jahn-Coach. Aber erst der dritte Treffer durch Minos Gouras (90.+2) setzte die berüchtigte Kirsche auf die Sahne. "Das war vom Spielverlauf vielleicht ein Tick zu hoch", blieb Selimbegovic bescheiden.

Thalhammer und Shipnoski fraglich

Grundsätzlich nahm es die Jahnelf aber mit einem individuell stark besetzten Gegner auf. Das spürten die Regensburger zwischen dem zweiten und dritten Treffer. "Trotzdem hat sich Bielefeld nie geschlagen gegeben. Da mussten wir ein paar Sachen glücklich überstehen. Wenn da der Anschlusstreffer fällt, wird das Spiel nochmal interessanter und es läuft eine andere Musik bis zum Ende", legte sich Selimbegovic fest. Doch der SSV blieb cool – und abgezockt, wie der Cheftrainer gegenüber dem vorherigen Match mit Darmstadt betonte: "Heute war es noch souveräner."

Ein Wermutstropfen blieb jedoch, denn Maximilian Thalhammer (77.) und Nicklas Shipnoski (87.) konnten die Partien verletzungsbedingt nicht beenden. Eine Diagnose bei beiden Akteuren steht noch aus. "Ich hoffe, dass es ncihts Schlimmes ist. Das werden wir erst in den nächsten Tagen richtig wissen", erklärte Selimbegovic. Bis dahin darf sich die Jahnelf über den gelungenen Start freuen, der kaum besser sein könnte. "Oder kann mir jemand sagen, was besser sein soll?", fragte Selimbegovic am Ende der Pressekonferenz lächelnd. Vielleicht vier Siege zum Auftakt, wie es schon in der Vorsaison der Fall war – daran kann der Jahn jedenfalls wieder arbeiten.