Karlsruher SC: Nerven liegen intern blank
Eigentlich hatten die Verantwortlichen beim KSC gehofft, dass sie nach einer turbulenten letzten Woche durch das 0:0 etwas Ruhe in den Verein kriegen können. Nun kam allerdings ein Vorfall im Vorfeld des Kaiserslautern-Spiels zum Vorschein, der alles andere als ein Indiz dafür ist, dass hinter den Kulissen alles ruhig abläuft.
Oral schießt über das Ziel hinaus
Nach übereinstimmenden Medienberichten geriet KSC-Cheftrainer Tomas Oral vor der Partie mit Teammanager Burkhard Reich heftig aneinander. Gründe dafür sollen unterschiedliche Sichtweisen auf die Organisation rund um den Spieltag gewesen sein. Wie "ka-news.de" berichtet, sollte der KSC vor der Partie aus Sicherheitsgründen ein Hotel in Homburg und somit außerhalb von Kaiserslautern beziehen. Für Oral wäre die Anfahrt zum Betzenberg allerdings zu weit gewesen, was noch nachvollziehbar ist. Somit buchte der Teammanager das Hotel um. Doch auch dort bat die Polizei den KSC dann schon um 11:15 Uhr abzufahren, was Oral nicht in die Vorbereitung passte, Reich hingegen konnte sich mit dem Vorschlag der Polizei anfreunden. Daraufhin kam es zur Auseinandersetzung zwischen den beiden, woraufhin Oral Reich von seinen Aufgaben entband. Das stieß auch KSC-Präsident Wellenreuther sauer auf: „So etwas entscheidet bei uns nur das Präsidium.“
Das zeigt, dass Oral sich damit wohl etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt hat. Gegenüber "regio-news.de" machte Wellenreuther klar, dass diese Angelegenheit intern besprochen und aufgearbeitet wird. Immerhin ist Reich bereits seit 2011 in seiner Funktion als Teammanager beim KSC aktiv. Der designierte Sportdirektor Oliver Kreuzer, der am Donnerstag offiziell seinen Dienst antritt, hat somit bereits eine erste, schwierige Aufgabe zu lösen. Diese ganze Aktion zeigt, wie sehr die Nerven intern beim KSC wohl blank liegen. Stärken dürfte das Ganze, den ohnehin schon in der Kritik stehenden, Tomas Oral nicht.