Kauczinski: "Sind für den Einsatz belohnt worden"

Fast vier Monate haben die Fans des FC St. Pauli darauf gewartet. Am Montagabend war es endlich soweit: Mit dem 2:1 gegen Bochum bescherten die Kiezkicker den Anhängern den zweiten Heimsieg der Saison und machten ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk. Der erste Sieg vom neuen Trainer Markus Kauczinski bedeutete kurz vor der Winterpause den Sprung auf den zehnten Tabellenplatz. Zuvor hatten die Hamburger acht Spiele in Serie nicht gewonnen.
Sobiech trifft mit Links
"Alles was gefehlt hat haben wir durch Kampf und Herz wettgemacht. Für den Einsatz sind wir belohnt worden“, wird Kauczinski auf der Homepage der Braun-Weißen zitiert. St. Pauli tat sich gegen selbstbewusste Gäste zunächst schwer und war viel mit Defensivaufgaben beschäftigt. "Zu Beginn des Spiels haben wir es uns selbst ein bisschen schwer gemacht. Da hatten wir zu viele einfache Ballverluste, so kam Bochum besser ins Spiel“, so Keeper Robin Himmelmann. Doch weil die Abwehr vor ihm sicher stand, kamen die Hamburger im Verlauf immer besser ins Spiel und brachten das Bochumer Tor zunehmend in Gefahr. Rechtsfuß Lasse Sobiech vollstreckte schließlich mit einem trockenen Linksschuss zum vielumjubelten 1:0. "Beim Tor war ich selber überrascht, dass ich mit links auch treffen kann", so der Torschütze. Weitere FCSP-Chancen landeten vor der Pause entweder bei VfL-Schlussmann Dornebusch oder am Gehäuse.
Erstes Tor von Schneider am Millerntor
Im zweiten Durchgang übernahmen zunächst die Gäste das Kommando und drängten auf den Ausgleich. Doch die Pauli-Hintermannschaft um Robin Himmelmann hielt weiter die Null. Ein Konter der Hamburger brachte die Vorentscheidung. Jan-Marc Schneider behielt im Strafraum die Nerven und schob die Kugel ins Bochumer Tor. "Mein erstes Tor am Millerntor - ein unbeschreibliches Gefühl“, schwärmte Schneider nach dem Spiel. Das Gegentor des VfL eine Viertelstunde vor Schluss war nur noch Makulatur. Wir haben heute zurecht gewonnen, obwohl viele gefehlt haben - das war ein absoluter Mentalitätssieg", freute sich Mittelfeldspieler Johannes Flum.