Kein "Pfitzner-Effekt" beim BTSV: "Gutes Gefühl bringt auch nichts“

Abstiegskandidat Eintracht Braunschweig ist trotz der Trennung vom erfolglosen Cheftrainer Jens Härtel der erhoffte Befreiungsschlag misslungen. Erstmals mit Interimscoach Marc Pfitzner auf der Bank und mit Rückkehrer Emir Bicakcic in der Defensive kassierten die Niedersachsen gegen Fortuna Düsseldorf mit 1:4 schon die vierte Niederlage nacheinander und behalten damit die „Rote Laterne“ des Tabellenschlusslichts mindestens für eine weitere Woche.

Niederlage für Nikolaou "natürlich brutal“

Kapitän Jannis Nikolaou trauerte der vergebenen Chance auf den ursprünglich beabsichtigten "Pfitzner-Effekt“ hinterher. "Das ist natürlich brutal. Marc Pfitzner hat eine Menge Energie reingebracht. Jetzt sind wir enttäuscht, so haben wir uns das alle nicht vorgestellt. Wir hatten eine gute Woche und ein gutes Gefühl vor der Begegnung, aber das bringt uns bei diesem Endergebnis auch nichts“, bilanzierte der Mittelfeldspieler auf der Vereinshomepage ernüchtert.

Pfitzner selbst, nach bald 20 Jahren als Spieler und Angehöriger des Trainer-Stabes an der Hamburger Straße fast schon eine Vereinslegende, hatte sich nach seiner Beförderung von U23-Cosch zum Übergangstrainer der Profis auch mehr versprochen und sah sich von der Wirklichkeit eingeholt: "Wir haben uns sehr viel vorgenommen und hatten alle ein gutes Gefühl in der Kabine. Da ist richtig was entstanden, und ich habe gespürt, dass die Jungs brennen. Nichtsdestotrotz hat Düsseldorf verdient gewonnen.“

Bicakcic: "Ohne Hoffnung wäre ich nicht gekommen“

Bicakcic verbreitete unterdessen wenige Tage nach seiner Verpflichtung ungeachtet aller Niedergeschlagenheit Zuversicht: "Hätte ich keine Hoffnung, wäre ich nicht gekommen. Ich habe Vertrauen in die Jungs und bin positiver Dinge. Nur sitzen und hoffen bringt allerdings nichts. Wir müssen hart arbeiten, individuell und als Mannschaft“, erklärte 33-Jährige.

Mit seiner Erfahrung aus neun Bundesliga-Jahren monierte Bicakcic trotz des zwischenzeitlichen Anschlusstores zum 1:2 durch Florian Krüger (59.) fehlende Ruhe nach dem frühen Rückstand: "Da haben wir den Kopf verloren.“

An der gleichen Stelle sieht Nikolaou bis zum Derby am 5. November (Sonntag) bei Hannover 96 nach mittlerweile acht Spielen ohne Erfolgserlebnis (zwei Punkte) Handlungsbedarf: "Bei uns steht am nächsten Spieltag eine sehr emotionale und besondere Partie an. Wir müssen dieses Duell heute schnell aus unseren Köpfen kriegen.“

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