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Kein "Quarantäne-Trainingslager": DFL behält Option offen

imago images / Jan Huebner

Die Saison 2020/21 nähert sich ihrem Ende, doch die pandemische Lage in Deutschland ist derzeit so ungewiss wie nie. Um den Trainings- und Spielbetrieb in der 1. und 2. Bundesliga aufrecht zu erhalten, war ein verpflichtendes "Quarantäne-Trainingslager" für alle 36 Klubs eine Option. Davon rückt das DFL-Präsidium jedoch ab – vorerst jedenfalls.

Zeitraum ab 14. April

Am 22. Mai endet die Bundesliga, tags darauf die 2. Bundesliga. Eine Woche später findet die Bundesliga-Relegation statt, Mitte Juni folgt dann der Startschuss zur Europameisterschaft. Der Terminkalender der 36 Erst- und Zweitligisten ist voll – und erlaubt kaum noch Ausweichtermine für etwaige Nachholspiele, sollte es innerhalb der Klubs im Endspurt zu Coronafällen kommen. Mit Hannover 96 und Holstein Kiel müssen beispielsweise zwei Zweitligisten im April jeweils sieben Spiele absolvieren, um vorherige Ausfälle aufzuholen. Unter diesen Rahmenbedingungen war zwischen der "Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" und der "Kommission Fußball" abgestimmt worden, ob die 36 Vereine sich vom 14. April für zwei Wochen in ein verpflichtendes "Quarantäne-Trainingslager" begeben sollen, um den reibungslosen Ablauf der drei Spieltage – inklusive Englischer Woche – zu gewährleisten.

Das DFL-Präsidium folgte nun der entsprechenden Empfehlung beider Gremien, dass ein solches Trainingslager nicht notwendig sei. Zuletzt sei das medizinisch-hygienischen Konzept der Deutschen Fußball-Liga angepasst worden, enthält nun beispielsweise Verpflichtungen wie Antigen-Schnelltest vor jedem Treffen von Vereinsbeteiligten. Maßnahmen, die eine Infektion frühzeitig erkennen und eine Verbreitung vorzeitig unterbinden sollen. Das wiederum soll den Spielbetrieb absichern.

Erneute Abstimmung für Saisonende?

Grundsätzlich ist das "Quarantäne-Trainingslager" damit aber nicht vom Tisch. Die DFL behält sich die Möglichkeit offen, dass bei einer erneuten Abstimmung mit den beiden genannten Gremien eine solche Maßnahme zum Saisonende hin noch getroffen werden könnte – wenn es um den zeitgleichen Abschluss beider Ligen geht. Schließlich geht es dann möglicherweise um Entscheidungen um Auf- oder Abstieg in der 2. Bundesliga, aber auch um die internationalen Plätze in der Beletage. Mindestens acht Tage vor Beginn eines solchen Trainingslagers müsste die Entscheidung zugunsten dieser Maßnahme fallen, wie es in einer Mitteilung der DFL heißt.