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Keine Ausstiegsklausel: Schultz vor Vertragsverlängerung auf St. Pauli

© IMAGO / Jan Huebner

Bei Spitzenreiter FC St. Pauli zeichnet sich kurz vor Wiederbeginn der Saison die Verlängerung des auslaufenden Vertrags mit Erfolgstrainer Timo Schultz immer deutlicher ab. Nach Angaben des Coaches selbst wird die Bekanntgabe der neuen Vereinbarung „zeitnah“ erfolgen.

"Seit Monaten klar“

St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann und er selbst "sind da wesentlich entspannter als viele drumherum. Für uns ist seit Monaten klar, dass es weitergeht“, erklärte Schultz in einer Medienrunde der Hanseaten nach der Rückkehr aus dem Trainingslager im spanischen Benidorm vielsagend.

Das zwangsläufig steigende Interesse größerer und höherklassiger Klubs an seiner Person durch seine gute Arbeit am Millerntor in den vergangenen zwei Jahren will der 44-Jährige auch auf der Zielgeraden der Vertragsgespräche nicht für einen Poker um noch bessere Bedingungen nutzen. "Wir haben viele Themen in Ruhe besprochen. Da ging es am wenigsten um das Gehalt oder eine Ausstiegsklausel. Wie will ich denn einen Spieler von einem Projekt überzeugen, wenn ich selbst eine Ausstiegsklausel habe? Das steht für mich nicht zur Debatte", stellte Schultz klar.

"Wollen ein bisschen variantenreicher sein“

Kurz vor dem ersten Punktspiel des neuen Jahres am Freitag gegen Abstiegskandidat Erzgebirge Aue betonte der Coach außerdem sein Vertrauen in seine derzeitigen Spieler und begründete damit auch St. Paulis bisherigen Verzicht auf Aktivitäten in der noch bis Ende Januar laufenden Wintertransferperiode: "Wir würden nur etwas machen, wenn wir davon überzeugt sind, dass sich der Spieler auch in die Gruppe integriert und uns kurz- oder mittelfristig sportlich weiterhilft. Der Kader ist sehr ausgeglichen, wir haben auf jeder Position Alternativen."

Über die personellen Wahlmöglichkeiten hinaus ist Schultz nach entsprechenden Einheiten an der Costa Blanca auch von zusätzlicher Flexibilität seines Teams im taktischen Bereich überzeugt. "Wir wollen einfach ein bisschen variantenreicher werden. Wir haben an anderen Varianten gearbeitet, da werden wir ein bisschen mehr in petto haben als in der Hinserie und hoffentlich auch ein bisschen erfolgreicher sein. Wir haben das Anlaufverhalten ein bisschen variiert, um ein bisschen flexibler zu sein und auf andere Gegner reagieren zu können“, schilderte Schultz seine Eindrücke.