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"Keine Spielchen spielen": St. Paulis Spiel auf Schalke soll stattfinden

© IMAGO / Nordphoto

Am kommenden Samstag (20:30 Uhr) soll das Spitzenspiel zwischen dem FC St. Pauli und dem FC Schalke 04 steigen. Die Königsblauen könnten im eigenen Stadion den Aufstieg perfekt machen – doch bei den Kiezkickern mussten sich zehn Spieler in Isolation begeben. Sportchef Andreas Bornemann stand Rede und Antwort, denn die Hamburger wollen das Spiel austragen.

"Verfallen nicht in Selbstmitleid"

Eigentlich stand ein echter Aufstiegs-Krimi in Aussicht, doch jetzt muss der FC St. Pauli irgendwie einen Kader für das anstehende Spiel zusammenkratzen. Mit Daniel-Kofi Kyereh, Leart Paqarada, Jakov Medic, Jackson Irvine, Afeez Aremu, Igor Matanovic, Marcel Beifus waren nur sieben Feldspieler im Training, wie der "Kicker" berichtet. Dazu kommen die Torhüter Dennis Smarsch und Sören Ahlers, sowie zahlreiche U23- und U19-Spieler. Trotz des massiven Infektionsgeschehens in Hamburg machte Andreas Bornemann klar, dass sich die Kiezkicker nicht vor dem Spitzenspiel drücken wollen.

"Wir versuchen jetzt nicht, noch Spieler zu finden, die wir nicht spielfähig melden könnten, um eine Verlegung beantragen zu können, sondern wir tun alles, um eine konkurrenzfähige Gruppe zusammenzukriegen", kündigte der Sportchef an. "Wir wollen keine Spielchen spielen, um nicht antreten zu müssen. Wir verfallen auch nicht in Selbstmitleid." Die Hamburger wollen sich auf Schalke teuer verkaufen – die eigene Chance auf den Aufstieg wirkt dagegen minimaler denn je.

St. Pauli will Freibier verhindern

Doch wie steht es um die Möglichkeiten des Klubs, überhaupt die erforderliche Anzahl von Spielern zu bekommen? "Wir brauchen 15 spielberechtigte Spieler, darunter müssen neun Lizenzspieler und ein Torwart sein. Die haben wir Stand jetzt", gab Bornemann bekannt. Dazu zählen aber auch verletzte Akteure wie Christopher Avevor, der zuletzt vor 17 Monaten auf dem Platz stand. "Für die DFL zählt er als spielfähig", bestätigte der Sportchef der Kiezkicker. Gemäß der Statuten wird St. Pauli einen Kader für den 33. Spieltag stellen können – allerdings dürfen keine weiteren Covid-19-Fälle auftreten. Seit Sonntag gab es jedoch keinen neuen positiven Befund in den fortlaufenden Testungen.

Darüberhinaus könnten sich einzelne Akteure bis zum Spieltag noch freitesten, denn Symptome traten bei vielen Spielern am vergangenen Samstag auf – damit wäre am Freitag die Möglichkeit gegeben, dass Einzelne noch zurückkehren könnten. "Nur bei hundertprozentiger Symptomfreiheit und dem Okay nach der kardiologischen Untersuchung würden wir jemanden mitnehmen. Wir werden keinen einem gesundheitlichen Risiko aussetzen", erklärte Bornemann diesbezüglich. Unabhängig vom verfügbaren Personal war sich der Sportchef sicher, dass sich die auflaufende Mannschaft einschwören wird: "Für alle ist der Samstag jetzt die Chance, als Gruppe nochmal ein ganz großes Zeichen zu setzen und zu versuchen zu verhindern, dass nach dem Spiel in der Arena der Freibier-Hahn aufgeht."