Kellerduell gegen Münster: Braunschweig will "schlechteste Saisonleistung" vergessen machen
Wenn Eintracht Braunschweig am Sonntag den SC Preußen Münster zum sogenannten "Sechs-Punkte-Spiel" trifft, müssen die Niedersachsen ohne ihren Stammkeeper auskommen. Zudem sieht Heiner Backhaus noch einen weiteren positiven Aspekt für den Gegner, will mit seiner Truppe aber mit allen Mittel dagegenhalten und mahnt insbesondere einen vollen Einsatz in den Zweikämpfen an.
Ohne den Stammkeeper gegen Münster
Es sind sicherlich keine guten Erinnerungen, die Eintracht Braunschweig an den kommenden Gegner aus Münster hat. Schließlich kassierten die Löwen im Hinspiel an der Hammerstraße eine bittere 1:3-Niederlage und zeigten ihre "schlechteste Saisonleistung", wie Heiner Backhaus nun im Vorfeld des Wiedersehens einordnet. Dabei befinden sich beide Teams derzeit im Abstiegskampf und liegen lediglich zwei Zähler auseinander, wobei die Eintracht noch dieses Vorsprung genießt und lediglich in Sachen Torverhältnis im Hintertreffen liegt. Entsprechend brisant wird die Begegnung am Sonntag.
Braunschweigs Coach muss dabei auf eine wichtige Personalie verzichten, schließlich hat sich Stammkeeper und Kapitän Ron-Thorben Hoffmann eine Hüftverletzung zugezogen und wird erst einmal bis auf Weiteres passen müssen. "Thorben ist ein absoluter Führungsspieler, alles andere wäre gelogen. Wir vermissen Hoffi sehr, weil er so gut gehalten und sich so gut entwickelt hat", bedauert Backhaus den Ausfall seines Rückhaltes, spricht aber auch Ersatzkeeper und Sommerneuzugang Elhan Kastrati sein vollstes Vertrauen aus: "Eli ist definitiv kein kleiner Junge, er hat solche Erfahrungen schon häufiger durch und da braucht sich kein Eintracht-Fan Sorgen machen."
"Geht auch viel darum, Zweikämpfe zu gewinnen"
Geht es nach dem Eintracht-Coach gilt das auch für die vielleicht nicht ganz ungerechtfertigte Angst, ein Auftritt wie aus dem Hinspiel oder der Vorwoche, als man sang- und klanglos in Elversberg verlor (1:3), könne sich wiederholen. Der 44-Jährige fordert entsprechend einen hohen Einsatz seiner Mannen: "Am Ende geht es auch viel darum, Zweikämpfe zu gewinnen. Wir können uns taktisch alles schön reden, wenn wir mit einer Zweikampfquote von 37 Prozent aus dem Spiel gehen, werden wir es verlieren und das habe ich am vergangenen Wochenende moniert."
Den Gegner, den Backhaus wie deren Trainer Alexander Ende bereits aus der 3. Liga gut kennt, schätzt er dabei sehr und befürchtet gar, dass Münster mit dem Auswärtsspiel sogar noch einen Pluspunkt haben könnte. "Sie sind spielerisch zuletzt so ein wenig von ihrem Weg abgekommen, liegt aber auch daran, dass in Münster der Platz im Stadion in keinem guten Zustand war", so Backhaus, der den eigenen Platz da schon in einem besseren Zustand sieht. Daher gilt für ihn: "Wenn man sie spielen lässt, wird es eklig." Entsprechend möchte er das mit seinen Spielern verhindern und möglichst mal wieder ein Erfolgserlebnis feiern, das gleichzeitig wieder ordentlich Luft im Abstiegskampf verschaffen würde.