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Kickers hadern mit erneuter Pleite: "Hätten Punkt verdient gehabt"

© imago images / Jan Huebner

Nächster Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt für die Würzburger Kickers: Die Bayern verloren am Freitagabend mit 1:2 ihr Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim. Bei beiden Gegentreffern agierten die Hausherren sehr unglücklich und verschlechterten ihre Ausgangslage so weiter. 

Zu spät aufgewacht

Die Hoffnung bei den Würzburger Kickers war nach 67 Minuten wieder zurück. Mit einem saftigen Volley erzielte David Kopacz das 1:2 aus Sicht der Hausherren gegen den 1. FC Heidenheim. Zumindest ein Punktgewinn schien für die Bayern plötzlich wieder im Bereich des Möglichen. Doch letztlich konnte der Tabellenletzte nicht genug Druck aufbauen, es blieb bei der Niederlage; der 17. im 24. Saisonspiel. Die Kickers sind mit 15 Punkten das Schlusslicht der Liga, haben sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Und der Abstand wird sich definitiv vergrößern, da Braunschweig (17.) und Sandhausen (16.) im direkten Duell gegeneinander antreten.

Dass es die sechste Niederlage aus den vergangenen acht Partien gab, lag nicht nur daran, dass die Kickers zu spät aufgewacht waren. Auch die Stärke der Heidenheimer hatte großen Einfluss, erklärte Würzurgs Trainer Bernhard Trares. Der Gegner habe sein Team "sehr gut bearbeitet" und sei "sehr laufstark" gewesen. Auch in Sachen "Zweikampfstärke, Präsenz, Laufbereitschaft und Anlaufen", seien die Gäste seinen Spielern überlegen. Nicht umsonst liegt der FCH in der Spitzengruppe der Liga, während die Kickers um den Klassenerhalt zittern müssen.

"Darfst solche Ecken nicht zustande kommen lassen"

Doch abgesehen von einer an sich höheren Qualität im Kader agierte die Trares-Elf bei den Gegentoren sehr unglücklich. "Jeder weiß, wie stark Heidenheim bei Ecken ist. Dann darfst du solche einfachen Ecken nicht zustande kommen lassen", ärgerte sich Trares, der 14 Punkte in 17 Spielen als FWK-Coach holte. Die Ostwürttemberger nahmen die Einladung dankend an, gingen durch Denis Thomalla mit 1:0 in Führung (47.). In der Folge wurde auch der Tabellenletzte mutiger, kassierte aber mit viel Pech das 0:2. "Der Ball geht anderthalb Meter vorbei, wird von uns aber abgefälscht", war Trares bedient. Denn Christian Strohdiek hielt sein Bein in einen Schuss von Tobias Mohr, lenkte die Kugel so ins eigene Tor (64.).

Trotz der zwei Rückschläge hätte sein Team alles probiert, so Trares. Mehr als der Anschluss durch Kopacz gelang jedoch nicht mehr: "Es ist schade, dass wir nicht wenigsten mit einem Punkt hier raus gehen, den hätten wir hinten raus verdient gehabt." Was auch daran lag, dass der Aufsteiger es nicht geschafft habe, "in den Phasen mit Ballgewinn auch Ballbesitz zu haben und die eine oder andere Chance herauszuspielen." Somit wird das Unterfangen Klassenerhalt immer schwieriger. Immerhin bleiben nun acht Tage, um weiter an der Fehlervermeidung zu arbeiten. Erst am kommenden Sonntag geht es zu Hannover 96.