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Kiel erwartet "geilen Support": Bremser will intaktes Team übergeben

© IMAGO / Ulrich Hufnagel

In der Länderspielpause wird Holstein Kiel vermutlich einen neuen Cheftrainer finden. Vorher wird jedoch Dirk Bremser noch einmal das Ruder an der Förde in die Hand nehmen, um die Störche auf Kurs zu einem erfolgreichen Spiel gegen Hansa Rostock (Samstag, 13:30 Uhr) zu bringen. Standardsituationen – eigene und gegnerische – sowie die Qual der Wahl im Sturmzentrum waren das Hauptaugenmerk für den erfolgreichen Assistenten.

"Kein Problem, sondern große Freude"

"Die Trainersuche ist nicht mein Thema. Es ist wichtig, dass unser Fokus auf dem Spiel am Samstag liegt", hielt KSV-Interimstrainer Dirk Bremser an den Dingen fest, die aktuell in seiner Hand liegen. Nach dem erfolgreichen Auftritt in Paderborn (2:1) ist die Hoffnung an der Förde groß, dass Holstein Kiel nun die Trendwende endgültig schafft. Dass Bremser selbst zum dauerhaften Thema wird, schloss der 56-Jährige nahezu aus: "In der Position als Co-Trainer finde ich wirklich meine Erfüllung und kann meine Stärken einbringen. Die Phase jetzt, als ich die Verantwortung hatte, war überhaupt kein Problem, sondern eine große Freude. Und dann freue ich mich wirklich darauf, mit einem neuen Trainer im Team zusammenzuarbeiten."

Der Gedanke liegt nahe, dass Sport-Geschäftsführer Uwe Stöver besagten Cheftrainer in der anstehenden Länderspielpause finden wird. Allerdings steht den Kielern vorher noch das Nordduell mit Hansa Rostock bevor – gleichzeitig ein Kellerduell. "Natürlich spielt das Vertrauen eine Rolle, das wir uns hoffentlich mit dem Spiel in Paderborn geholt haben. Es gilt jetzt, die positive Ausstrahlung, die wir als Team dort hatten, auch am Samstag wieder auf den Platz zu bringen", legte sich Bremser fest. Mindestens 8.800 Zuschauer werden das Geschehen auf den Rängen beobachten, an der Förde ist eine Vollauslastung von rund 15.000 Plätzen wieder möglich.

Holtby fällt weiterhin aus

Für welche Akteure sich Bremser auf dem Rasen entscheidet, ist derweil noch nicht klar. Vom altbewährten Motto 'Never change a winning Team' will sich der 56-Jährige jedenfalls nicht leiten lassen. "Ich vertraue allen hier im Kader", betonte Bremser und freut sich viel mehr darüber, dass er auf mehreren Position nun die "doppelte oder gar dreifache" Auswahl hat. So auch im Sturmzentrum, indem sich Fiete Arp zuletzt gegen Benedikt Pichler behauptete. Nun kehrt auch Hólmbert Aron Fridjónsson zurück. Für Bremser ist das ein Geschenk: "Es ist im Prinzip egal, wen ich bringe, weil ich dann weiß, dass sie alle gut sind."

Klar ist, dass Ahmet Arslan (Kreuzbandriss) und Marco Komenda (Mittelfußbruch) nicht zur Auswahl stehen. Auch Noah Awuku und Jonas Sterner fallen jeweils mit Achillessehnenproblemen vorerst aus, können aber in der Länderspielpause wieder einsteigen. Neben Ioannis Gelios (Rotsperre) wird zudem auch noch Lewis Holty weiterhin fehlen. "Bei Holtby ist es eine Belastungsreaktion, keine neue Verletzung", versicherte Bremser, dass der späte Sommer-Neuzugang zeitnah wieder einsteigen könnte. Nun freute sich Bremser aber zunächst auf "geilen Support" im Holstein-Stadion, in dem Rostock ein "sehr zweikampfbetontes und laufintensives Spiel anbieten" wird. Und klar ist für Bremser für die Zeit danach auch: "Wir sind eine intakte Mannschaft, die dem neuen Trainer den Einstieg so angenehm wie möglich machen wird." Am liebsten mit einem dreifachen Punktgewinn am Samstag.