Kiel taumelt weiter: "Vorher gesagt, dass das nicht einfach wird"

Neu-Cheftrainer Tim Walter konnte das Ruder bei Holstein Kiel bislang nicht herumreißen. Der Trainereffekt ist verpufft. Zwar kämpften sich die Störche im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg von einem 0:2-Rückstand zurück, doch am Ende gingen die Norddeutschen trotzdem leer aus. Gute Ansätze machen Hoffnung.

"Das ist schon eine Energieleistung"

In der 22. Spielminute drehte Julian Justvan erneut zum Jubeln ab, denn der Offensivspieler des 1. FC Nürnberg brachte seine Mannschaft zu diesem Zeitpunkt mit seinem zweiten Treffer in doppelte Führung. Holstein Kiel drohte auseinander zu brechen, doch das konnte Cheftrainer Tim Walter verhindern. Vor dem Pausenpfiff glich seine Mannschaft sogar wieder aus - um dann in der Schlussphase das 2:3 zu kassieren. "Für uns ist das extrem bitter vom Ergebnis her", fand der Übungsleiter nach Spielschluss. Die zweite Niederlage im dritten Spiel konnte nicht mehr verhindert werden, wodurch Kiel unter dem Strich stehen bleibt.

"Ich habe schon vorher gesagt, dass das nicht einfach wird", ordnete Walter ein, nachdem er nur einen Punkt aus drei Spielen holen konnte. Trotzdem sah der 50-Jährige die richtigen Ansätze: "Wie die Jungs nach dem 0:2 zurückgekommen sind, wie sie sich aufgebäumt haben, wie sie Fußball gespielt haben und wie sie sich reingeworfen haben. Das ist schon eine Energieleistung." Andere Teams hätten sich möglicherweise ihrem Schicksal ergeben, doch Walter sah kämpfende Störche. "Trotzdem sieht man dann auch, woran es hakt. Nämlich an den Basics, gerade in der eigenen und der gegnerischen Box", so der Cheftrainer.

"Ich bin sehr, sehr überzeugt"

Mit "70 bis 80 Prozent" des Spiels war Walter zufrieden, weshalb der Auftritt gegen Nürnberg weiter Mut machen sollte. "Ich bin sehr, sehr überzeugt von dem, dass wir das, was wir vorhaben, dann auch erreichen", erklärte Walter. Gerade die Fortschritte in der Offensive lobte der 50-Jährige, wohingegen die Defensive noch in die passende Balance gebracht werden muss. "Wir haben bei den Gegentoren so viele Spieler hinter dem Ball gehabt. Da geht es eigentlich nur darum, dass ich Schüsse blocke. Und ich glaube, das ist auch so eine Basis, einfach nicht zurückzuweichen." Die Boxverteidigung wird ein zentrales Thema für den Klassenerhalt werden, was laut Walter aber "nicht einfach von heute auf morgen" funktionieren wird. "Durch Hand auflegen ist noch keiner besser geworden", so der Coach. Die Zeit rennt Kiel angesichts der letzten Ergebnisse dennoch davon.

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