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Kieler Ärger über Niederlage: "Waren drückend überlegen"

© IMAGO / HMB-Media

Die Dramatik in der 2. Bundesliga spitzt sich zu, weil Holstein Kiel am Montagabend eine 1:2-Niederlage in Fürth einstecken musste. Bei KSV-Cheftrainer Ole Werner war die Enttäuschung groß, weil seine Mannschaft über weiter Strecken das dominantere Team gewesen sei. Statt der Tabellenspitze blieb den Störchen nun der vierte Platz – aber nur wegen der minimal schlechteren Tordifferenz.

"Auch mit einem Punkt unzufrieden"

Die Zweitliga-Tabellenspitze nähert sich dem Wahnsinn, denn zwischen dem Hamburger SV auf dem ersten Rang und Holstein Kiel als Viertplatziertem liegt gerade einmal eine Tordifferenz von fünf Treffern. Gemeinsam mit Bochum und Fürth halten alle vier Spitzenteams derzeit 42 Punkte auf ihrem Konto – und die nötigen Zähler holten sich die Kleeblätter am Montagabend im direkten Duell mit den Störchen. "Wir können sehr enttäuscht sein, weil wir insgesamt ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht haben", ärgerte sich KSV-Cheftrainer Ole Werner über die 1:2-Niederlage am Fürther Ronhof, wodurch die Kieler den Sprung an die alleinige Tabellenspitze verpassten.

Dabei sah es anfangs nach einer Überlegenheit der Störche aus, wie auch Werner analysierte: "Speziell in der ersten Halbzeit waren wir drückend überlegen." Durch einen frühen Treffer von Joshua Mees (4.) ging die KSV in Führung und erspielte sich weitere Chancen. Ohne die zuverlässigsten Offensivkräfte – nämlich Janni Serra und Fin Bartels – fehlte allem Anschein nach die Präzision. "Was uns heute gefehlt hat, ist vor allem die Qualität der Torabschlüsse. Wir haben uns viele klare Chancen und Konter erspielt, die wir nicht für uns genutzt haben", hielt auch Werner nach Abschluss der Partie fest. Ein Punkt hätte den Störchen schon gereicht, stattdessen spitzt sich nun der Vierkampf vorübergehend zu. Und der Coach hätte es gerne anders gehabt: "Wahrscheinlich wären wir auch mit dem einen Punkt unzufrieden gewesen."

Werner und Stöver loben Leistung

Auf der anderen Seite wolle er trotz des "mehr als ärgerlichen" und "ein wenig frustrierenden" Ergebnisses nicht den Kopf in den Sand stecken. "Es gilt jetzt, das aus den Klamotten zu schütteln, weil die nächste Aufgabe schon wieder auf uns wartet", blickte Werner schnell wieder voraus, weil am kommenden Samstag (13 Uhr) das Heimspiel gegen Erzgebirge Aue ansteht. Im Übrigen war die Niederlage in Fürth die erste Auswärts-Pleite für die Störche. Bei sechs Siegen und vier Unentschieden hielt sich die KSV in der Ferne bislang schadlos und galt als beste Auswärtsmannschaft. In dieser Statistik wurden sie jetzt ausgerechnet von den Fürthern überholt, obwohl diese nicht einmal auswärts spielten.

"Die Leistung war mehr als nur in Ordnung", nahm Werner das Positive aus der Partie heraus und stimmte damit den Worten von Sportchef Uwe Stöver zu: "Wir haben bei den Gegentoren unglücklich agiert, müssen uns für die heutige Leistung aber nicht schämen. Ich bin mir sicher, dass wir schnell ein anderes Gesicht zeigen werden." Klar ist jetzt vor allem, dass das Zweitliga-Aufstiegsrennen wohl spannender denn je werden könnte.