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Klauß kritisiert Verhalten bei Standards: “Zu wenig Körper gebracht“

© IMAGO / RHR-Foto

Seit heute ist so gut wie klar: Der 1.FC Nürnberg kann zumindest den direkten Aufstieg abhaken. Gegen den SV Sandhausen zeigte der FCN zwar Moral, offenbarte aber in der Hintermannschaft zu viele Lücken und verlor am Ende mit 2:4. Logisch, dass nach Schlusspfiff rund um den Valznerweiher Niedergeschlagenheit herrschte. Auch der sonst so gesprächige FCN- Trainer Robert Klauß rang um Worte.

Klauß: “Das habe ich so noch nicht erlebt.“

Eigentlich ist Nürnbergs Trainer Robert Klauß dafür bekannt, auch nach Rückschlägen das Spiel seiner Mannschaft kühl und analytisch zu beleuchten. Doch die 2:4-Niederlage gegen den SV Sandhausen hatte es dann doch geschafft, ihn fast ein wenig sprachlos zu machen. "Wir sind brutal enttäuscht aufgrund des Ergebnisses, aber erst Recht aufgrund des Spielverlaufes“,  gab  Klauß  Einblick in seine Emotionen. Als Hauptgrund für den Rückschlag  machte er vor allem das Verhalten bei ruhenden Bällen aus.  Für diese Analyse musste man kein Experte sein, denn sein Team kassierte insgesamt vier Standard-Gegentore. Das habe er “so noch nicht erlebt“.  Der Aufstiegskandidat habe in den entscheidenden Situationen “zu wenig Körper gebracht“, fand Klauß: “Wir waren zu passiv, was die Blockarbeit anging.“ Aber auch mit der fehlenden Cleverness vor dem Tor haderte er. Der FCN sei mit einer  “Vielzahl an Möglichkeiten“ viel zu nachlässig umgegangen.

Nürnberg gibt Führung aus der Hand

Lange Zeit deutete vieles darauf hin, dass Nürnberg seiner Favoritenrolle gerecht werden würde. Sandhausen ging zwar früh durch einen Kopfball von Janik Bachmann (5. Minute) in Führung. Aber der Club bewies zwischenzeitlich Moral. In der 25. Minute gelang Tom Krauß der schnelle Ausgleich. Asger Sörensen schoss die Heimmannschaft in der 54. Minute nach einer Ecke sogar in Führung. “Das Spiel lief so, wie wir es uns erwartet haben. Wir hatten den Ball und haben uns Chancen herausgespielt“, fand Klauß. “Die Konter haben wir gut verteidigt.“ Was dann nach der Führung passierte, wird er in den kommenden Tagen nochmal in  “Ruhe analysieren“.  Eine tiefergehende Analyse wollte er auf der anschließenden Pressekonferenz nicht starten:  “Für das Verhalten bei den Eckbällen habe ich keine Worte.“

Fokus liegt auf dem Spitzenspiel beim FC St. Pauli

Viel Zeit zum Analysieren wird ihm jedoch nicht bleiben, denn schon am Freitag (18.30 Uhr) steht direkt das nächste Spiel beim Aufstiegskonkurrenten FC St. Pauli an. Klauß ist heilfroh, dass es zügig weitergeht: “Ich find´s gut, dass wir direkt Freitag spielen und eine kurze Woche haben.“

Valentini vergibt Elfmeter

Womöglich wäre seine Stimmung eine ganz andere gewesen, wenn Enrico Valentini  in der 76. Minute seinen Ruf als sicherer Elfmeterschütze bestätigt hätte. Doch dem Routinier fehlte diesmal das nötige Fortune vom Punkt. Vielleicht auch ausgleichende Gerechtigkeit, denn im Gegensatz zu Schiri Arne Aarnink hätte die Aktion von Dennis Diekmeier gegen Tim Handwerker womöglich nicht jeder Referee gepfiffen. “Ich habe eigentlich wie immer geschossen, diesmal hat der Torwart Patrick Drewes ihn leider gehalten“, fand Valentini.  Die Konstellation im Aufstiegskampf habe ihn dabei nicht verunsichert. Auf die Konkurrenten habe er “vorher auch nicht so drauf geguckt“. Für die Nürnberger gehe es drum, “jedes Spiel zu gewinnen und uns darauf zu motivieren“.  So sei der FCN auch in die Partie gegangen: “Das ist jetzt ein herber Rückschlag!“

 

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