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Knockout in der Schlussphase: St. Pauli-Pleite bei Meier-Debüt

Bei einem Sieg hätte der FC St. Pauli zumindest vorübergehend den Platz an der Sonne übernommen. Statt mit der Tabellenführung endete die Winterpause für die Hansestädter jedoch mit einer Pleite in Darmstadt. Dabei hatten die Kiezkicker die Partie unter dem Darmstädter-Flutlicht über lange Strecken unter Kontrolle, erst in der Schlussphase kamen die Gastgeber auf. Am Ende konnte jedoch auch der eingewechselte Neuzugang Alex Meier die Pleite nicht verhindern. 

"Das ist ganz, ganz bitter"

Die Winterpause ist vorüber, langsam nähert sich die entscheidende Saisonphase in der 2. Bundesliga. Für den FC St. Pauli gilt es, sich bis dahin in eine aussichtsreiche Position zu bringen – nach einer überzeugenden Hinrunde dürfte der Blick durchaus auf die ersten drei Tabellenplätze gerichtet sein. Der Auftakt ging derweil gründlich daneben. Die Hamburger unterlagen trotz Führung beim SV Darmstadt und ärgerten sich anschließend vor allem über sich selbst. "Das ist ganz, ganz bitter", erklärte etwa Abwehrmann Christopher Avevor.

Zustimmung dürfte er von seinen Mannschaftskameraden erhalten. Denn die Pleite wäre durchaus zu verhindern gewesen. Nachdem die Braun-Weißen die Anfangsoffensive der Hausherren überstanden hatten, nehmen sie das Zepter mehr und mehr in der Hand. Es dauerte nicht lange, da stand es auch schon 1:0 für St. Pauli. Möller Daehli setzte sich auf rechtsaußen stark durch und fand in der Mitte Ryo Miyaichi – der Japaner köpfte unter Bedrängnis ein (37.). Nach der Pause war die Kauczinski-Elf drauf und dran den Sack zuzumachen: Angreifer Diamantakos scheiterte zweimal aus aussichtsreicher Position. So kam es, wie es in solchen Fällen häufiger kommt: Der Gegner kämpfte sich zurück in die Partie. Zunächst erzielte Heller aus halbrechter Position den Ausgleich (81.), dann gelang Dursun mit einem Volley-Schuss aus ähnlicher Position gar der Siegtreffer für die Darmstädter (89).

Meier: "Alles andere als schön"

"Bedient" ist wohl das Wort, das die Stimmung der St. Pauli-Akteure nach Spielende am besten beschreibt. Sportchef Uwe Stöver auf der vereinseigenen Website: "Wir haben uns die Niederlage letztlich auch ein Stück weit selbst zuzuschreiben. Das ist ganz bitter, weil wir die Möglichkeit hatten den Sack zuzumachen." Auf die vergebenen Chancen nach Wiederanpfiff ging auch Mittelfeldmann Marvin Knoll ein: "Wenn wir da das 2:0 machen, geht das Spiel wahrscheinlich anders aus. Niederlagen gehören leider dazu, aber wir werden daraus lernen."

Damit missglückte auch die Premiere von Neuzugang Alex Meier. Der Angreifer kam in der 84. Spielminute für Diamantakos in die Partie, konnte jedoch nichts mehr bewirken. Der 36-Jährige knapp: "Mit der Niederlage ist mein erster Einsatz natürlich alles andere als schön."