Kölner Remis bei der SVE: "Noch nicht das, was wir uns vorstellen"
Durch das 2:2 bei der SV Elversberg wartet der 1. FC Köln auch nach dem 2. Spieltag noch auf den ersten Sieg nach dem Abstieg und ist punktemäßig nicht zufrieden. Cheftrainer Gerhard Struber kann mit der Leistung als solcher aber gut leben und glaubt an eine aufkommende "Leichtigkeit".
Hübers rettet Köln spät den Punkt bei der SVE
Nach der Niederlage zum Auftakt gegen den Hamburger SV hat der 1. FC Köln den Turnaround zumindest in Elversberg noch nicht geschafft. Gegen die SVE kamen die Domstädter am Samstag nicht über ein 2:2-Unentschieden heraus, obwohl sie phasenweise den besseren und attraktiveren Fußball zeigten. "Speziell in der ersten Halbzeit haben wir vieles richtig gemacht, waren dominant und haben uns einige Chancen herausgespielt, die für mehr Tore hätten reichen müssen. Zudem haben wir wenig bis nichts zugelassen", fasste Cheftrainer Gerhard Struber die ersten 45 Minuten später zusammen, sah in diesen aber lediglich den Treffer durch Denis Huseinbasic (22.).
Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber dann auf, drehten durch Fisnik Asllani (46.) und Frederik Schmahl (62.) die Begegnung und hatten die Kölner schon am Rande einer Niederlage, die Timo Hübers mit seinem Kopfballtreffer kurz vor Schluss (84.) so gerade noch verhinderte. "Das schnelle Gegentor nach der Pause hat uns in eine Denkphase gebracht, wir haben das Momentum verloren und Elversberg ist aufgekommen.", so Struber, der den Punktgewinn letztlich aber als absolut verdient wahrnahm, "weil wir mehr für das Spiel getan und investiert haben." Torschütze Hübers brachte es dann aber auf den Punkt: "Das Ergebnis ist noch nicht das, was wir uns vorstellen."
Struber sicher: "Die Leichtigkeit wird kommen"
Die Gründe dafür hatte der 28-jährige Verteidiger auch gleich parat: "Wir haben gute Phasen in den Spielen, aber noch nicht über 90 Minuten. Wir lassen die letzte Effizienz und Kaltschnäuzigkeit genauso vermissen wie die letzte Konsequenz hinten, um gute Leistungen in gute Ergebnisse umzumünzen." Ähnlich drückte es auch sein Coach auf der anschließenden Pressekonferenz aus: "Wir sind in einer Phase, in der die Jungs viel investieren, um Chancen herauszuarbeiten."
Der erst in diesem Sommer in die Domstadt gekommende Österreicher betonte dabei, mit den Leistungen der ersten beiden Spieltage "gut leben" zu können, obwohl der FC den Anspruch habe, "punktemäßig anders dazustehen." Der 47-Jährige ist aber guter Dinge, das in den nächsten Wochen ändern zu können: "Die Leichtigkeit wird kommen, wenn wir die Spieler ins Torschießen bekommen." Eine gute Möglichkeit, dies umzusetzen und wichtiges Selbstvertrauen zu tanken bietet sich bereits am Samstag in der ersten DFB-Pokalrunde beim Drittligisten SV Sandhausen, bevor es in der Liga daheim gegen Schlusslicht Eintracht Braunschweig weitergeht.