Kommentar: Der Betzenberg brodelt

Das Fußballgeschäft ist einfach: Läuft es gut, sind alle zufrieden und eine tolle große Familie. Läuft es schlecht, ist der Trainer das schwächste Glied und wird in der Regel ausgetauscht. So weit, so einfach. Auch beim 1.FC Kaiserslautern wurde in den vergangenen Wochen der Schrei nach einem Wechsel auf der Trainerbank lauter und die deutliche Pleite gegen Nürnberg sollte schließlich das letzte Spiel von Kosta Runjaic als Coach der Roten Teufel sein. Überraschend? Nicht wirklich. Bereits zu erfolgreichen Zeiten stand der 44-Jährige, zumindest bei den Anhängern, auf wackeligen Füßen. Zu vorsichtig sei seine Taktik gewesen, zu wenig Risiko und zu wenig Offensive wurde den Zuschauern auf dem Betzenberg geboten. Die beiden undankbaren vierten Plätze am Saisonende schürten den Frust natürlich nur weiter an. Doch wird nun ohne Runjaic alles besser? Man darf gespannt sein. Nur wenige Tage bleiben dem Team und Interimstrainer Konrad Fünfstück um sich auf die kommende Partie in Bochum vorzubereiten. Bei weiteren Misserfolgen dürften Markus Schupp und Stefan Kuntz, die ebenfalls nicht unumstritten sind, in die Schusslinie rücken. Schließlich haben auch sie ihren Anteil am aktuellen Kader und der momentanen Situation. Auch die Spieler müssen jetzt Charakter zeigen, dem Publikum eine Reaktion präsentieren und so für neue Euphorie sorgen. Von Ruhe ist der Betzenberg jedenfalls weit entfernt. Helfen kann dann nur schneller Erfolg oder ein möglicher Heilsbringer auf der Trainerbank. Doch Kandidaten wurden bislang keine genannt und die Verantwortlichen werden sich ihre nächsten Schritte besonders gut überlegen müssen. So einfach ist Fußball.

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