Hauptsponsor im Fokus: Hertha BSC droht finanzieller Ärger
Die Saison von Hertha BSC verlief wenig überzeugend. Jetzt droht dem Hauptstadtklub auch noch Ärger mit dem Hauptsponsor, denn der Vertrag enthält nach "kicker"-Informationen keine Bürgschaft für den Fall von finanziellen Problemen. Der "SportBild" zufolge soll auch seit November 2025 kein Geld mehr geflossen sein.
Sponsor-Ärger kein Novum bei Hertha
Im Juni 2024 stellte Hertha BSC mit "CheckCars24" einen neuen Haupt- und Trikotsponsor vor. Nun droht Ärger, wie es im Sponsoring-Bereich des Hauptstadtklubs in der jüngeren Vergangenheit mit verschiedenen Partnern schon öfter der Fall war.
Dem "Kicker" zufolge soll der Vertrag zwischen Verein und Unternehmen keine Bürgschaft enthalten, wie es normalerweise üblich in Verträgen mit Hauptsponsoren ist. Unverhoffte Ausfälle sollen dadurch abgesichert werden, was allerdings in diesem Fall dann nicht passieren würde. Auf Nachfrage antworteten die Berliner zuletzt: "Hertha BSC steht mit all seinen Partnern und Sponsoren in einem regelmäßigen und konstruktiven Austausch. Wir bitten um Verständnis, dass wir uns zu konkreten vertraglichen Themen oder internen Abstimmungen grundsätzlich nicht öffentlich äußern."
Eigenkapitalregel und Transferüberschuss
Die Zweitliga-Lizenz für die kommende Saison hat Hertha BSC bereits erhalten. Allerdings muss der Verein nacharbeiten, um zum Beispiel die Eigenkapitalregel der Deutschen Fußball-Liga (DFL) einzuhalten. Finanz-Geschäftsführer Ralf Huschen betonte auf der Mitgliederversammlung vor zehn Tagen: "Wir waren in der Lage, der DFL eine Lösung zu präsentieren, die aktuell noch geprüft wird." Die Zuversicht war groß, dass der Klub innerhalb von vier Wochen einen positiven Bescheid erhalten wird. Nach "kicker"-Informationen soll Hauptgesellschafter A-CAP mit einer Kapitalmaßnahme Teil der Lösung gewesen sein.
Doch die finanziellen Themen reißen nicht ab. Im Transfersommer muss Hertha einen Überschuss in zweistelliger Millionenhöhe erwirtschaften. Das wird wohl dann der Fall sein, wenn Supertalent Kennet Eichhorn verkauft wird. Aber auch Tjark Ernst, Marton Dardai, Pascal Klemens oder Fabian Reese wurden in den letzten Wochen und Monaten immer wieder mal in der Gerüchteküche erwähnt. Zudem sollen die Kaderkosten deutlich reduziert werden, nachdem Hertha nach der Beinahe-Insolvens in 2023 einen Konsolidierungskurs eingeschlagen hat. Entsprechend käme Ärger mit dem Hauptsponsor zur Unzeit für den Hauptstadtklub, aber selbst ein vorzeitiges Vertragsende mit "CheckCars24" steht im Raum.
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Hinweis: In einer früheren Version des Artikels wurde der Eindruck erweckt, Hertha BSC habe von CheckCars24 seit November 2025 kein Geld mehr erhalten, wodurch sich die Außenstände auf rund eine Million Euro beliefen. Das war nicht zutreffend. Vor diesem Hintergrund hatte CheckCars24 bereits im Juni 2025 angekündigt, die beiden Raten in Teilzahlungen aufzuteilen, um sicherzustellen, dass Hertha BSC seine vertraglichen Pflichten erfüllt. Zudem wurde angekündigt, von der zweiten Rate einen Teilbetrag einzubehalten, der erst nach Saisonende gezahlt werde, sofern Hertha die Gegenleistungen vollständig erbringt.
Die erste Rate wurde vollständig beglichen, die letzte Teilzahlung am 25. Oktober 2025. Auf die zweite Rate hat CheckCars24 fünf Teilzahlungen in den Monaten Februar und März 2026 geleistet. Dass nach März 2026 keine weiteren Zahlungen erfolgten, liegt ausschließlich am angekündigten Zurückbehalt.
Richtig ist: Für die Saison 2025/26 waren zwei Raten vorgesehen gewesen, die erste zum 1. Juli 2025, die zweite zum 2. Januar 2026. Da Hertha BSC seinen Verpflichtungen aus dem Werbevertrag jedoch schon in der Saison 2024/2025 nicht vertragsgerecht nachgekommen sein soll, gab es wiederholt Gespräche über ausbleibende oder mangelhafte Leistungen des Vereins.