KSC im Aufschwung: "Entspannter in nächste Wochen"
Der Karlsruher scheint vorerst aus dem Gröbsten heraus. Durch den zweiten Sieg nacheinander mit 3:1 (1:0) bei Kellerkind 1. FC Magdeburg dürften sich die Badener der allergrößten Sorgen um den Klassenerhalt entledigt haben.
Eichner: "Ein Big point"
Entsprechend erleichtert brachte Profifußball-Direktor Timon Paulus die Bedeutung des dritten KSC-Auswärtserfolges auf den Punkt: "Damit", sagte Paulus in den Badischen Neuesten Nachrichten, "damit geht man ein bisschen entspannter in die nächsten Wochen."
Tatsächlich hat der Zwischenspurt die Mannschaft von Trainer Christian Eichner erheblich weitergebracht. Das als Aufstiegskandidat in die Saison gestartete Team rangiert auf Platz acht nicht nur wieder in der oberen Tabellenhälfte, sondern hat nunmehr vor allem acht Punkte und damit doppelt so viel Vorsprung wie vor den Erfolgen gegen Holstein Kiel und in Magdeburg.
Eichner hielt denn auch den Sieg an der Elbe durch zwei Treffer von Louey Ben Ferhat (20. und 53.) sowie Marvin Wanitzek (87.) für die Vergoldung des vorangegangenen Erfolgs gegen Kiel: "Hätten wir verloren, wären wir fast in der gleichen Situation wie in der Woche zuvor", ordnete der Coach das Resultat ein und nannte den Sieg in der Pressekonferenz einen "Big point".
So sparte Eichner auch nicht mit Lob für seine Spieler. "Die Mannschaft kommt aus einer ganz schweren Zeit, deshalb ging es erst einmal darum, Ergebnisse zu erzielen. Es war wieder ein kleiner Fortschritt", sagte der ehemalige Profi.
Himmelmann rückt für Bernat ins Tor
Den nächsten Step wollen die Karlsruher nach Aussage von "Doppelpacker" Ben Ferhat im dritten Duell nacheinander mit einem Abstiegskandidaten am Sonntag gegen Dynamo Dresden machen. "Wir werden mit breiter Brust spielen", kündigte der 19 Jahre alte WM-Kandidat für Tunesiens Nationalmannschaft in den Klubmedien an.
Gegen Dresden nicht dabei ist Stammkeeper Hans Christian Bernat nach seiner fünften Gelben Karte. "Ich weiß gar nicht, ob es so etwas schon einmal gab“, meinte Eichner dazu und sprach im gleichen Atemzug Bernats Stellvertreter Robin Himmelmann sein vollstes Vertrauen aus: "Robin hat wohl schon 1000 Profispiele gemacht. Er bringt gegen Dresden nur noch weitere Erfahrung aufs Feld."