KSC in Englischer Woche: "Regeneration, Pflege, Erholung"
18 Tage nach dem Sieg im DFB-Pokal-Achtelfinale meldete sich der Karlsruher SC aus der Coronapause zurück und sorgte beim SV Werder Bremen für eine enge Partie (1:2). Schlag auf Schlag geht es weiter, denn schon am heutigen Dienstag (18:30 Uhr) steht das Nachholspiel gegen Sandhausen an. Auf dem Trainingsplan von Cheftrainer Christian Eichner stand entsprechend die Regeneration - und weniger das Wiedersehen mit Ex-Coach Alois Schwartz.
Kobald fehlt, Goller zurück
103 Pflichtspiele absolvierte Christian Eichner als Co-Trainer von Alois Schwartz, ehe er das Amt seines Mentors bei den Badenern übernahm. Trotzdem war das für den 39-Jährigen kein Thema, wenn es am Dienstagabend zum Wiedersehen bei der Begegnung mit dem SV Sandhausen kommt. "Das ist für mich nichts besonderes. Dass dieses Duell irgendwann ansteht, ist im Fußball völlig normal", tat Eichner die Situation ab. Konzentrieren wolle er sich lieber auf das, was er mit seinem Team beeinflussen könne.
Dazu gehört vor allem die Fitness und Frische seines Teams. "Die letzten Stunden stehen im Zeichen der Regeneration, der Pflege und der Erholung", kündigte Eichner im Vorfeld der Partie an. Abgesehen von einem kurzen Abschlusstraining und einer Videoanalyse wird beim KSC vermutlich nicht allzu viel passieren, was aber auch gute Nachrichten für den Kader mit sich bringt - abgesehen von Christoph Kobald (Gelbsperre) wird niemand definitiv ausfallen, einzig hinter Lucas Cueto bleibt ein Fragezeichen. Dafür kehrt Benjamin Goller nach seiner Klauselpause zurück in den Kader.
"Ist meistens eine Korrektur"
Dass der KSC nach der eigenen Coronapause nun direkt in eine Englische Woche startet, ist für Eichner weniger ein Problem. Im Top-Spiel gegen Bremen habe der Coach gesehen, dass seine Mannschaft "körperlich mithalten" konnte. "Das hat auch das Datenblatt gezeigt, wo wir dem gegner noch zwei Kilometer abgenommen haben. Das scheint immer wichtig zu sein, deswegen erwähne ich das gerne mal", unterlegte Eichner seine Bilanz augenzwinkernd. Wichtiger ist dem 39-Jährigen, dass seine Mannschaft in den spielentscheidenden Situationen nicht zu unsauber wird. So war es gegen Werder, wodurch "dann Kleinigkeiten entschieden haben".
Mit Sandhausen kommt nun ein Gegner, dessen Gesicht sich in der Winterpause stark verändert hat. "Wenn ich acht Spieler hole, dann ist es meistens eine Korrektur. Das heißt nicht, dass es automatisch besser werden muss", schnitt Eichner das Thema an, dessen Beurteilung er sich allerdings als Außenstehender vorbehielt. Auch hier richtete der KSC-Coach den Blick lieber auf die eigene Zukunft: "Wir sind ein Klub, der in jedem Transferfenster sehr intelligent unterwegs sein muss. Das macht es spannend und herausfordernd zugleich. Aber, um insgesamt einen Schritt nach vorne zu machen, müssen wir irgendwann auch in dem Bereich wachsen." Vorrangig steht aber das Spiel gegen Sandhausen im Vordergrund, um dort zunächst den nächsten sportlichen Schritt zu gehen.