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KSC ringt Heidenheim nieder: "Müssen sehr demütig bleiben"

© IMAGO / Zink

Erfreulicher Abschluss der Hinrunde für den Karlsruher SC: Mit 3:2 setzten sich die Badener gegen den 1. FC Heidenheim durch und festigten so ihre Position im Mittelfeld der Tabelle. Trainer Christian Eichner sah dabei verschiedene Gesichter seiner Mannschaft. 

"Sehr dankbar, 24 Punkte zu haben"

Auch für den KSC-Coach war die Partie anstrengend, der 39-Jährige litt an der Seitenlinie mit und war nach dem Abpfiff sichtlich erleichtert. Denn in der Nachspielzeit hatte sein Team den vermeintlichen Gegentreffer zum 3:3 kassiert, zum Glück der Hausherren stand Heidenheims Tim Kleindienst zuvor aber im Abseits. So blieb es beim sechsten Saisonsieg des KSC, der weiterhin auf dem zehnten Platz steht. Der Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz beträgt zehn Punkte, auf Rang drei sind es fünf Zähler.

Er sei "sehr dankbar, 24 Punkte zu haben", meinte Eichner nach dem Spiel auf der Pressekonferenz. "Wir müssen sehr demütig bleiben, es genau einschätzen", fuhr er fort. Er forderte sein Team vor dem Jahres-Abschluss zu Hause gegen den F.C. Hansa Rostock auf, "eine Woche noch mal vernünftig zu arbeiten". Dann geht es in den kurzen Winterurlaub.

Anfangsphase verschlafen

Dass die Mannschaft noch genug Verbesserungspotential hat und auch am Sonntag gegen den Aufsteiger nicht nachlassen kann, verdeutlichte das Duell gegen die Heidenheimer. "Bis zum 1:1 haben wir kaum Zweikämpfe geführt. Gegner hingegen war griffig, giftig, immer wieder da." Deshalb sei das 0:1 durch Kleindienst nach sechs Minuten "folgerichtig" gewesen. "Wir begleiten nur, sind verhalten. Das reicht in dieser Liga nicht", mahnte Eichner. Denn gleich mehrere Karlsruher schafften es nicht, dem Torschützen den Ball abzunehmen.

Auch nach dem Ausgleich durch Malik Batmaz nur zwei Minuten später habe sein Team "keine Ruhe ins Spiel bekommen". Doch je mehr Zeit im ersten Durchgang verstrich, "desto mehr sind wir in die körperlichen Duelle gekommen. Die Mannschaft hat auch einfacher Fußball gespielt". So drehten die Gastgeber nach 39 Minuten das Spiel, erneut war Batmaz zur Stelle.

Gersbeck rettet den Sieg

Die Formkurve des KSC zeigte nach dem Seitenwechsel immer weiter nach oben, was Eichner lobend anerkannte. "Die ersten 20 Minute in der zweiten Halbzeit waren richtig, richtig gut." Denn seine Spieler hätten es geschafft, dem Gegner "ständig auf den Sack zu gehen". Das 3:1 per Elfmeter durch Marvin Wanitzek sei die logische Konsequenz gewesen.

Doch die Gäste hatten eine Antwort parat, Kleindienst traf zum zweiten Mal, erzielte das 2:3 (73.). In den letzten Minuten nahm der Druck der Gäste immer weiter zu, mehrfach musste sich KSC-Schlussmann Marius Gersbeck unter Beweis stellen (76./85./86.). Als er machtlos war, half das Abseits.