KSC stürzt weiter ab: Eichners Pläne gehen nicht auf

Diese 1:3-Niederlage hat Folgen: Der Karlsruher SC rutschte nach der Pleite gegen Heidenheim auf einen direkten Abstiegsplatz ab. Da half Interimstrainer Christian Eichner auch keine gute Leistung in der zweiten Hälfte, denn unter dem Strich steht der KSC jetzt unter dem Strich.

"Extrem geärgert"

Drei Buden fing sich der Karlsruher SC unter Christian Eichner noch nicht, doch am Samstag war es gegen die Heidenheimer soweit - schon vor der Halbzeitpause schien das Spiel entschieden. "Extrem geärgert hat mich das dritte vor der Pause, weil es total unnötig war. Wenn du mit dem 0:2 in die Pause gehst, ist es immer noch eine andere Aussage, als mit drei Toren Rückstand", sah das auch der Cheftrainer in der Pressekonferenz nach der Partie sehr ähnlich.

Erst in der zweiten Hälfte spielten die Badener mit. Der Plan war aber verständlicherweise ein anderer gewesen: "Wir wollten das Momentum einer veränderten Aufstellung, sowohl personell, als auch in der Grundformation nutzen, um dem Gegner Probleme zu bereiten." Das klappte anfangs noch ganz gut, auch FCH-Trainer Frank Schmidt attestierte dem Gast ein mutiges Auftreten. Doch jetzt herrscht Sorge.

Eichner lobt Mannschaft

Weil Wiesbaden am Freitagabend schon furios vorlegte, steht der KSC jetzt wieder unter dem Strich - und kann den Spieltag bei einem hohen Dresdener Sieg rein theoretisch sogar als Tabellenletzter beenden. "Wir haben das ordentlich gemacht", sprach Eichner seinem Team Mut zu und bemängelte das fehlende Spelglück, gepaart mit dem eigenen Unvermögen: "Aber dann kommt es, wie immer in den letzten Wochen. Aus einer völlig läppischen Aktion, einem Einwurf, bekommen wir direkt über zwei Stationen das 0:1, weil wir schlafen."

Hoch anrechnen wollte der Interimscoach seiner Mannschaft, dass sie trotz des enormen Rückstandes im zweiten Abschnitt nicht aufsteckte. "Sie hat bedingungslos auf das erste Tor gespielt. Nach dreißig Sekunden muss sie das erste schon machen, ein paar Minuten später dann schon das zweite", blickte Eichner auf das Spielgeschehen zurück, aus dem am Ende dann nur ein Treffer von Christoph Kobald resultierte. Dass Änis Ben-Hatira in der Nachspielzeit wegen einer Notbremse vom Platz geschickt wurde, geriet zur Nebensache: Denn die Sorgen wachsen weiter.

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