Längere Zwangspause? DFL-Präsidium berät am Dienstag
Laut derzeitigem Plan soll die 2. Bundesliga am 2. April den Spielbetrieb wieder aufnehmen, wahrscheinlich wird das DFL-Präsidium dieses Vorhaben auf einem Treffen am kommenden Dienstag aber über den Haufen werfen. Schließlich hat die Coronakrise noch nicht einmal ihren Höhepunkt erreicht.
Spielbetrieb ab 2. April ist sehr unwahrscheinlich
In der vergangenen Woche beschlossen die 36 Klubs der Ligaversammlung, den Spielbetrieb bis zum 2. April auszusetzen. Wie der "Kicker" nun berichtet, könnte die Zwangspause allerdings schon am kommenden Dienstag offiziell verlängert werden. Vieles spräche dafür, dass das neunköpfige Gremium den DFL-Mitgliedern eine weitere Aussetzung des Ligabetriebs empfehlen werde. Schließlich sind mit Hannover 96 und dem SV Wehen Wiesbaden zwei komplette Mannschaften noch in Quarantäne, nachdem bei einzelnen Spielern der beiden Teams Corona-Tests positiv ausgefallen waren. Zudem gelten in zahlreichen Bundesländern Ausgangsbeschränkungen. Diese sind zwar unterschiedlich definiert, schränken aber in allen Fällen größere Versammlungen von Personen ein. Und die 3. Liga, deren Ausrichter der DFB ist, startet auch erst wieder am 30. April in die Rest-Saison.
Neuer zeitlicher Spielraum durch UEFA-Entscheidung
Immerhin ergibt sich für die DFL nun auch ein neuer zeitlicher Spielraum, nachdem die UEFA entschieden hat, die Europameisterschaft in den Sommer 2021 zu verlegen. Gespielt werden könnte dadurch bis Ende Juni, bevor die Spielerverträge mit Beginn der Transferphase am 1. Juli auslaufen. So gesehen spricht auch nichts gegen eine Verschiebung des weiteren Spielbetriebs, zumal Christian Seifert, Sprecher des DFL-Präsidiums und Geschäftsführer der DFL GmbH, bereits bei Verkündung der Corona-Zwangspause erklärte: "Ich möchte ausdrücklich betonen, dass wir nicht davon ausgehen, ab dem 3. April wieder zu spielen." Am Dienstag dürfte er selber diese Aussage noch einmal bestätigen.